Das Schild eines Geldautomaten liegt neben Glasscherben auf dem Boden. (Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Patrick Pleul)

Mutmaßliche Helfer von Geldautomatensprengern festgenommen

  12.05.2022 | 10:16 Uhr

Im Zusammenhang mit Sprengstoffanschlägen auf Geldautomaten - auch im Saarland - sind in den Niederlanden zwei Verdächtige festgenommen worden. Sie sollen den Tätern unter anderem bei einem Anschlag in Homburg geholfen haben.

Wegen einer Vielzahl von Geldautomatensprengungen in mehreren Bundesländern, unter anderem in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen und dem Saarland, hat es am frühen Donnerstagmorgen Razzien in Westfalen und in den Niederlanden gegeben.

Durchsuchungen in NRW und in den Niederlanden

Nach Angaben des Bundeskriminalamts (BKA) durchsuchten die Ermittler fünf Wohn- und Bürogebäude in Gronau und Enschede (Niederlande). Im Raum Enschede wurden zwei Männer im Alter von 43 und 19 Jahren festgenommen.

Männer sollen Autos für Anschläge vermietet haben

Die Beschuldigten sollen den Tätern in mindestens 17 Fällen Luxusautos vermietet haben - und dabei gewusst haben, wofür die Autos verwendet werden sollten. Damit wurden unter anderem Anschläge auf Geldautomaten in Homburg, Trier, Gelsenkirchen, Dortmund und Wesel verübt.

Schäden von fast zwei Mio.Euro

Die Täter sind bislang unbekannt. Sie erbeuteten nach BKA-Angaben knapp eine Million Euro und verursachten Schäden von knapp zwei Millionen Euro. Seit dem letzten Quartal 2021 beobachtet das BKA einen Anstieg der Geldautomatensprengungen. Dabei würden vermehrt Explosivstoffe verwendet.

Über dieses Thema berichten auch die SR-Hörfunknachrichten vom 12.05.2022.

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