Polizei (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Festnahme trotz falscher Personalien

  18.02.2019 | 21:21 Uhr

Weil gegen ihn ein Haftbefehl vorlag, hat ein 26-Jähriger am Samstag am Bahnhof Neunkirchen nach Polizeiangaben versucht, sich mithilfe falscher Personalien aus einer Kontrolle der Bundespolizei zu winden. Dumm nur: Auf die von ihm angegebenen Personendaten war ebenfalls ein Haftbefehl ausgestellt.

Die Beamten hatten am Samstag im Umfeld des Bahnhofs zwei 26-Jährige kontrolliert. Bei dem ersten ergab die Überprüfung, dass gegen ihn ein Haftbefehl des Amtsgerichts Neunkirchen wegen Diebstahls vorlag. Sein gleichaltriger Begleiter, der wegen schweren Diebstahls gesucht wurde, versuchte es mit einem Trick: Er gab vor, ein anderer zu sein – der allerdings ebenfalls gesucht wurde.

Auf der Polizeidienststelle konnte schließlich die Identität zweifelsfrei festgestellt werden. Dem jungen Mann wurde sein Vollstreckungshaftbefehl eröffnet, er muss fünf Monate in Haft. Hinzu kommt noch eine Anzeige wegen falscher Namensangabe.

Den dritten Täter, dessen Namen der 26-Jährige „genutzt“ hatte, konnten die Beamten am Sonntag festnehmen. Dieser 24 Jahre alte Mann wurde von der Staatsanwaltschaft Saarbrücken wegen Drogenbesitzes gesucht. Da er die geforderte Geldstrafe in Höhe von 200 Euro nicht zahlen konnte, musste auch er ins Gefängnis.

Gegen das Trio lagen außerdem noch fünf Aufenthaltsermittlungen der Staatsanwaltschaft Saarbrücken vor, unter anderem wegen Raubes.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 18.02.2019 berichtet.

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