Ein Feldhase sitzt am frühen Morgen auf einem Feld. (Foto: picture alliance/dpa | Moritz Frankenberg)

Feldhase positiv auf Hasenpest getestet

  09.06.2021 | 11:18 Uhr

Im Landesamt für Verbraucherschutz (LAV) ist ein bei Heusweiler-Wahlschied gefundener Hasenkadaver positiv auf Hasenpest getestet worden. Das teilte das saarländische Umweltministerium mit. Die Hasenpest ist eine vom Tier auf den Menschen übertragbare Erkrankung.

Nach Angaben des Umweltministeriums wurden im Saarland seit Ende 2019 insgesamt 27 Feldhasen auf Tularämie, also Hasenpest, untersucht, von denen elf infiziert waren. Die Fundorte der Tiere waren dabei über das ganze Saarland verteilt. „Seit Dezember 2019 führt unser Landesamt für Verbraucherschutz ein Monitoring durch, um einen genauen Überblick zum Grad der Verbreitung zu bekommen“, sagte Umweltminister Reinhold Jost (SPD).

Kontakt mit toten Tieren vermeiden

Tot aufgefundene oder krank erlegte Feldhasen und Wildkaninchen sollten auf jeden Fall im Landesamt zur Untersuchung abgegeben werden. „Um die eigene Gesundheit nicht zu gefährden, sollte der Finder in jedem Fall Handschuhe tragen. Ein ungeschützter Kontakt mit den toten Tieren ist unbedingt zu vermeiden“, so Jost.

Auf Menschen übertragbar

Die Hasenpest ist eine hochansteckende, vom Tier auf den Menschen übertragbare Erkrankung. Sie wird durch direkten Kontakt mit erkrankten Tieren – insbesondere Feldhasen und Wildkaninchen – oder deren Ausscheidungen übertragen. Tularämie führt zu grippeähnlichen Symptomen und kann ohne Behandlung zu schwerwiegenden Erkrankungen beim Menschen führen. Laut Umweltministerium sind Infektionen beim Menschen insgesamt aber selten.

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