Feldhase auf einer Wiese (Foto: dpa/Patrick Pleul)

Hasenpest in Hemmersdorf nachgewiesen

  29.11.2019 | 15:01 Uhr

Bei einem Feldhasen in Hemmersdorf ist die Hasenpest nachgewiesen worden. Das teilte das Umweltministerium mit. Die Hasenpest kann beim Menschen zu schwerwiegenden Erkrankungen führen.

Der Feldhase war tot in Hemmersdorf in der Großgemeinde Rehlingen-Siersburg aufgefunden worden. Eine Untersuchung ergab, dass er mit der Hasenpest infiziert war.

Video [aktueller bericht, 29.11.2019, Länge: 4:00 Min.]
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Verbraucherschutzminister Reinhold Jost (SPD) kündigte ein Monitoring an, um einen Überblick über die Verbreitung der Hasenpest zu bekommen. Ab sofort können tot aufgefundene oder krank erlegte Feldhasen und Wildkaninchen beim Landesamt für Verbraucherschutz abgegeben werden. Jost rät den Findern, in jedem Fall Handschuhe zu tragen und einen direkten Kontakt mit den Tieren zu vermeiden.

Hintergrund

Mit Hasenpest infizierter Hase gefunden
Audio [SR 3, Steffani Balle, 29.11.2019, Länge: 01:11 Min.]
Mit Hasenpest infizierter Hase gefunden

Die Hasenpest oder Tularämie ist eine hochansteckende Infektionskrankheit. Sie ist nicht nur für Tiere (vor allem Feldhasen und Wildkaninchen) gefährlich, sondern auch für den Menschen (Zoonose). Bei einer Übertragung kann sie zu grippeähnlichen Symptomen und ohne Behandlung zu schwerwiegenden Erkrankungen führen.

Der Erreger der Hasenpest ist das Bakterium Francisella tularensis. Es ist hoch infektiös und wurde in regelmäßigen Abständen deutschlandweit bei Feldhasen nachgewiesen. Eine Möglichkeit, Tiere oder auch Menschen gegen die Tularämie zu impfen, gibt es nicht.

Die Hasenpest unterliegt der Meldepflicht nach der Tierseuchenerregerverordnung. In den letzten zehn Jahren gab es im Saarland nur einen nachweisbaren Fall: Im Mai 2017 wurde ein infizierter Feldhase nahe des Linslerhofes in Überherrn gefunden.

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