Flavio Becca (Foto: Imago Images/Gerry Schmit)

FCK-Investor Becca muss wohl vor Gericht

  05.06.2019 | 14:56 Uhr

Dem luxemburgischen Unternehmer und Investor von Fußball-Drittligist 1. FC Kaiserslautern, Flavio Becca, droht ein Gerichtsverfahren. Er steht im Verdacht der Geldwäsche und Veruntreuung von Firmengeldern.

Nach luxemburgischen Medienberichten stehen die Vorwürfe schon länger im Raum. Demnach hatte die Polizei 2011 bei einer Durchsuchung von Beccas Geschäfts- und Privaträumen mehrere Luxusuhren gefunden, die mit Firmengeldern gekauft worden sein sollen. Becca bestreitet die Vorwürfe. Laut Luxemburger Wort teilte Beccas Anwalt mit, dass es sich um "Investitionen im Interesse des Unternehmens gehandelt habe".

Das Kassationsgericht in Luxemburg hat die Klage jetzt zugelassen. Zugleich lehnten die Richter zwei Revisionen des luxemburgischen Bauunternehmers ab.

Mehrere Kehrtwenden bei FCK-Millionendeal

Vor gut zwei Wochen war Becca beim finanziellen angeschlagenen 1. FC Kaiserslautern eingestiegen und trug damit zur Sicherung der Drittligalizenz des Vereins bei. Für Aufsehen hatte im Vorfeld gesorgt, dass Becca sein Investment vom Rückzug des bisherigen FCK-Aufsichtratsmitglieds Michael Littig abhängig machte. Littig hatte noch einen alternativen Finanzierungsvorschlag unterbreitet, war damit aber an der Zustimmung andere Finanzpartner gescheitert.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten des SR vom 05.06.2019 berichtet.

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