Polizei (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Landgericht prüft Schuldfähigkeit

Thomas Gerber / Onlinefassung: Axel Wagner   13.03.2020 | 09:57 Uhr

Vor dem Landgericht hat am Freitag der Prozess gegen einen 40 Jahre alten Mann aus Dudweiler begonnen. Ihm wird vorgeworfen, im Herbst seinen Bruder und seine Mutter in ihrer Wohnung erstochen zu haben.

Der Mann hatte sich nach der Tat widerstandslos am Tatort in der Wohnung seiner Mutter festnehmen lassen und befindet sich seither in der Merziger Forensik. Er hatte sich am Morgen des 21. September gegen 7.00 Uhr von seiner Wohnung zu der seiner Mutter ins Nachbarhochhaus in der Dudweiler Skalleystraße begeben, wo es dann zu der Bluttat kam.

Auch Bruder angegriffen

Nach den Ermittlungen der Polizei soll der 40-Jährige mit einem Messer zunächst mehrfach auf seine Mutter eingestochen haben. Die 72-Jährige wehrte sich, konnte sich noch aus der Wohnung schleppen, brach dann aber zusammen und starb später in einem Krankenhaus. Nach der Attacke auf seine Mutter soll der Tatverdächtige auf seinen acht Jahre jüngeren Halbbruder losgegangen sein und ihn mit mehr als 20 Messerstichen getötet haben. Danach reinigte er offenbar noch die Tatwaffe, setzte sich hin und wartete auf die Polizei.

Nachdem er zwei Tage in U-Haft gesessen hatte, kam er in die Merziger Forensik. Der Angeklagte leidet offenbar an Wahnvorstellungen, an einer schizophrenen Psychose. Das Landgericht muss nun entscheiden, ob er zur Tatzeit schuldfähig war, oder ob er aufgrund seiner psychischen Erkrankung in der Merziger Forensik untergebracht wird. Eine Gutachterin soll ihn als dauerhaft gefährlich eingestuft haben.

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