Studenten in der Mensa (Foto: Universität des Saarlandes, Pasquale D'Angiolillo)

„Europäische Universität“ in der Großregion?

  12.03.2019 | 12:52 Uhr

Die Universität der Großregion bewirbt sich zusammen mit Universitäten aus Bulgarien und Litauen als „Europäische Universität“. Die Auszeichnung wird diesen Sommer von der Europäischen Kommission vergeben und mit bis zu fünf Millionen Euro gefördert.

Die Universität der Großregion

Sechs Universitäten in vier Ländern: Seit zehn Jahren gibt es diese Universität der Großregion (UniGR): Ein Netzwerk aus der Universität des Saarlandes und den Hochschulen in Lothringen, Luxemburg, Lüttich, Kaiserslautern und Trier. Die rund 120.000 Studenten der Großregion können so grenzüberschreitend studieren und forschen.

Das Netzwerk aus Universitäten der Saar-Lor-Lux-Region will noch europäischer werden. Zusammen mit der bulgarischen Universität in Sofia und der litauischen Universität in Kaunas hat sie sich für das Projekt „EURCrossBorderAlliance“ zusammengetan. So wollen die Unis neue Maßstäbe für die europäische Zusammenarbeit im Hochschulwesen und der Forschung setzen. Jetzt bewerben sie sich um eine Auszeichnung als „Europäische Universität“.

Austausch mit anderen Universitäten

Uni der Großregion bald Europäische Universität? - Gespräch mit Prof. Dr. Claudia Polzin-Haumann
Audio [SR 2, Joahnnes Kloth, 12.03.2019, Länge: 05:07 Min.]
Uni der Großregion bald Europäische Universität? - Gespräch mit Prof. Dr. Claudia Polzin-Haumann

Zwölf dieser europäischen Universitäten gibt die Europäische Kommission im Sommer bekannt – und fördert sie dann mit bis zu fünf Millionen Euro über drei Jahre. Insgesamt 173.000 Studierende hätten dann unter anderem die Chance auf Austauschphasen an den anderen Universitäten. Sollte das Projekt die Auszeichnung verliehen bekommen, wird es als Europäische Universität direkt im Wintersemester die Arbeit aufnehmen.

Die Industrie und Handelskammer (IHK) Saarland begrüßt die Bewerbung. „Der Titel ‚Europäische Universität‘ würde die Strahlkraft der Universität des Saarlandes weiter erhöhen und mehr auswärtige Studierende anziehen“, ist sich IHK-Präsident Hanno Dornseifer sicher. Auch der Wirtschafts- und Sozialausschuss der Großregion ist zufrieden, wie Präsident Oliver Groll mitteilte. „Die Schaffung erstklassiger, grenzüberschreitender Studienangebote und damit einhergehend die Förderung fremdsprachlicher und interkultureller Kompetenzen erleichtern den Absolventen den Zugang sowohl zum regionalen als auch dem gesamten europäischen Arbeitsmarkt.“

Über dieses Thema wurde auch in der Nachrichtensendung "aktuell 16.00 Uhr" vom 12.03.2019 berichtet.

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