Sterben im Hospiz (Foto: dpa)

Neue ambulante Ethik-Beratung

Steffani Balle / Onlinefassung: Axel Wagner   24.11.2018 | 13:23 Uhr

Die schwere Entscheidung am Lebensende: Soll es weitere medizinische Unterstützung zur Lebensverlängerung geben? Das ist weder für Angehörige noch für Ärzte leicht. Zur Unterstützung hat die Ärztekammer des Saarlandes ein „mobiles medizin-ethisches Komitee“ ins Leben gerufen, das am Samstag bei einem Kongress der Ärztekammer des Saarlandes vorgestellt wurde.

Diesem Komitee gehören Ärzte, Pfleger und ein Theologe an. Gerät ein Arzt in Gewissenskonflikt oder gibt es unterschiedliche Auffassungen, ob eine lebensverlängernde Maßnahme für einen todkranken Patienten angewendet werden soll, kann das Komitee angerufen werden.

Video [aktueller bericht, 23.11.2018, Länge: 3:06 Min.]
Ethik-Komitee soll künftig in Grenzfällen helfen

In einem festen zeitlichen Rahmen von maximal einer Stunde wird der Fall strukturiert besprochen, und die Teilnehmenden versuchen, eine gemeinsame Empfehlung zu erarbeiten, erklärte der Vorsitzende des Komitees, Palliativmediziner Bernhard Leyking aus Sankt Ingbert, auf SR-Anfrage.

Neu an dem Angebot ist, dass es auch Fälle aufgreifen kann und bespricht, in denen Sterbende nicht in der Klinik liegen, sondern zu Hause oder in einem Altenheim. Das gab es bislang nicht. In seiner Komplexität sei dieses neue Angebot deutschlandweit einmalig, so Leyking.

Über dieses Thema wurde auch in der SR 3 Rundschau vom 23.11.2018 berichtet.

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