Esther Bejarano (Foto: dpa/Jens Büttner)

Saarlouis will Gedenkort für Esther Bejarano

Patrick Wiermer   09.09.2021 | 08:00 Uhr

Die Mehrheit des Stadtrats von Saarlouis will einen Gedenkort für die kürzlich verstorbene Esther Bejarano. Wo der sich befinden und wie er genau aussehen soll, darüber diskutiert der Rat am Nachmittag. Bejarano ist in Saarlouis geboren und setzte sich ihr Leben lang gegen Antisemitismus und Rassismus ein.

Die Auschwitz-Überlebende Esther Bejarano war wegen ihres Engagements bereits zur Ehrenbürgerin ihrer Heimatstadt ernannt worden. Nun soll eine weitere Ehrung folgen. Die Linke setzt sich dabei für eine Gedenktafel am Geburtshaus in der Bierstraße 17 ein. Außerdem möchte sie eine Straße nach ihr benennen, als Alternative auch einen Platz.

„Dem Lebenswerk dieser außergewöhnlichen Frau, die bis zuletzt gegen Rechtsextremismus und das Vergessen aktiv eintrat, sollte ihre Geburtsstadt Respekt zollen und ihr Andenken sichtbar bewahren“, begründen die Linken Ihren Antrag.

"Eine Ehre für die Stadt"

Auch die Koalition aus CDU, Grünen und FDP möchte ein sichtbares Gedenken in der Innenstadt. Der Platz vor der ehemaligen Synagoge im Postgässchen soll Esther Bejarano gewidmet und mit einer entsprechenden Tafel gekennzeichnet werden. Außerdem soll die Volkshochschule in Saarlouis noch mehr Angebote zur Erinnerungskultur rund um den Holocaust machen.

In den Begründung der Koalition heißt es: „Esther Bejarano wurde Ehrenbürgerin von Saarlouis. Sie bleibt eine Ehre für die Stadt.“

Bejarano war im Juli im Alter von 96 Jahren gestorben.

Über dieses Thema berichtete auch die SR 3-Rundschau am 09.09.2021.

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