Deutlich erkennbar abgestorbene Äste an der Krone einer Esche (Fraxinus excelsior) (Foto: dpa/Patrick Pleul)

Niedergang der saarländischen Esche

Niklas Resch   07.06.2019 | 15:18 Uhr

In den saarländischen Wäldern setzt sich das Eschensterben fort. Nach Angaben des Saarforsts breitet sich ein aus Asien eingeschleppter Pilz immer weiter aus. Nahezu alle Eschen sind mittlerweile befallen.

Ob im Saarbrücker Stiftswald, im Bliesgau oder im Saargau - überall das gleiche Bild: Der Pilz hat viele Eschen so stark beschädigt, dass sie aus Sicherheitsgründen gefällt werden müssen, vor allem an Straßen und Waldwegen. Insgesamt sind im Saarland demnach mittlerweile rund 98 Prozent aller Eschen befallen.

Video [aktueller bericht, 07.06.2019, Länge: 2:50 Min.]
Eschensterben im Saarland

Der Pilz, das falsche weiße Stängelbecherchen, ist in ganz Europa ein Problem. Wenn er sich einmal eingenistet hat, können die Bäume nicht mehr gerettet werden.

Forschung an resistenten Setzlingen

Der Saarforst setzt weiter auf die Forschung zu resistenten Eschensetzlingen. Bisher gibt es da aber noch keine Erfolge. Wenn die Esche verschwinden würde, wäre das nicht nur für das Ökosystem problematisch. Das Holz ist wertvoll - es wird für Möbel verwendet, aber auch für Griffe von Äxten oder anderen Werkzeugen.

Das Eschensterben geht weiter
Audio [SR 3, Niklas Resch, 07.06.2019, Länge: 02:40 Min.]
Das Eschensterben geht weiter

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten des SR vom 07.06.2019 berichtet.

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