Eine Krankenschwester geht auf einem Flur an einem leeren Bett vorbei. (Foto: Sebastian Widmann/picture alliance/dpa)

Erste Besuchsverbote in Kliniken

  23.10.2020 | 18:00 Uhr

Wegen der steigenden Corona-Fallzahlen verhängen erste Krankenhäuser im Saarland wieder Besuchsverbote. Wie das Caritasklinikum Saarbrücken ankündigte, gilt an den beiden Standorten auf dem Rastpfuhl und in Dudweiler ab Freitag ein Besuchsverbot. Auch in St. Wendel, St. Ingbert und Völklingen gibt es bereits entsprechende Regelungen. Weitere Kliniken könnten bald folgen, am Freitag ist ein Treffen geplant.

Ab Freitag sind keine Besuche mehr in den beiden Kliniken auf dem Rastpfuhl und in Dudweiler gestattet. Auch in St. Wendel gibt es bereits in der Bosenbergklinik und dem Marienhausklinikum Besuchsverbote. Auch das Westpfalz-Klinikum hat mehrere Standorte für Besucher geschlossen. Wie es in einer Erklärung heißt, gilt dies für die Standorte Kaiserslautern, Kusel, Kichheimbolanden und Rockenhausen. Auch dort werde ausnahmsweise Besuchern der Zutritt erlaubt – beispielsweise bei der Begleitung von Schwerkranken. Die SHHG-Kliniken Völklingen setzen ab Samstag die Besuchszeiten aus.

Im Kreiskrankenhaus St. Ingbert und der Geriatrischen Rehaklinik sind ab Montag, 26. Oktober ebenfalls keine Besucher mehr erlaubt. Diese beiden Kliniken erlauben aber dafür ihren Patienten kostenfrei Telefonate vom Krankenbett aus ins deutsche Festnetz und ins deutsche Mobilfunknetz zu führen.

Ausnahmen für Geburtshilfe

Wie das Caritasklinikum Saarbrücken auf seiner Facebookseite mitteilte, gibt es aber Ausnahmen für die Geburtshilfe: Väter dürfen im Familienzimmer aufgenommen werden, sie müssen aber während der gesamten Zeit im Zimmer bleiben. Patientinnen ohne Familienzimmer dürfen ein Mal am Tag zwischen 15.00 und 19.00 Uhr Besuch vom Vater oder einem anderen festgelegten Besucher bekommen.

Ausnahmen auch im Palliativbereich

Auch bei Palliativpatienten und kritisch Erkrankten sind Ausnahmen möglich. Hierzu müsse aber zuvor Kontakt mit der Station aufgenommen und die Schleuse informiert werden. Zudem müssen die Besucher die komplette Zeit während ihres Besuchs auf dem Zimmer des Patienten bleiben. Bei Minderjährigen, desorientieren Menschen, Patienten mit Sprachbarriere und bei Aufklärungsgesprächen sei zwar weiterhin eine Begleitperson gestattet, allerdings bittet die Caritas darum, "wann immer möglich" darauf zu verzichten.

Weitere Kliniken könnten folgen

Am Freitag ist ein Treffen von Gesundheitsstaatssekretär Stephan Kolling (CDU) mit verschiedenen Vertretern aus dem Gesundheitsbereich geplant. Dann könnten weitere Träger nachziehen und Besuchsverbote verkünden.

Über dieses Thema hat auch die SR-Nachrichtensendung "aktuell 18.00 Uhr" berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja