Pumpen oder laufen lassen? Der Streit um das Grubenwasser. Der Wassergarten Reden. (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Grubenwassertermin: Bürgermeister fordern zur Teilnahme auf

Karin Mayer   21.05.2019 | 07:06 Uhr

Die Bürgermeister der Gemeinden Saarwellingen, Nalbach und Lebach haben die Bürger aufgefordert, am Erörterungstermin zu den Grubenwasser-Plänen der RAG teilzunehmen. Er findet am 3. Juni in Ensdorf statt.

Erörterungstermin Grubenwasser
Audio [SR 3, Karin Mayer, 21.05.2019, Länge: 03:13 Min.]
Erörterungstermin Grubenwasser

An dem Erörterungstermin zu den Grubenwasser-Plänen der RAG können die rund 6800 Menschen teilnehmen, die eine schriftliche Einwendung gegen das Abstellen der Pumpen in ehemaligen Bergwerken gemacht haben. Teilnahmeberechtigt sind aber auch alle, die das Verfahren betrifft. Der Lebacher Bürgermeister Klauspeter Brill betonte die Bedeutung des Termins für das Verfahren.

Rechtsanwalt Rolf Friedrichs sagte, wenn nur ein Teil der Einwender erscheine, werde der Termin mehrere Tage dauern. Er verglich den Erörterungstermin mit einem mündlichen Gerichtsverfahren. Es biete die Chance, das Verfahren noch zu beeinflussen.

Raum für persönliche Bedenken

Die Betroffenen müssten sich morgens registrieren lassen und können dann ihre persönlichen Bedenken gegen die Pläne der RAG vortragen. Rund 100 Einwendungen kommen von Kommunen und öffentlichen Versorgungseinrichtungen wie Wasserwerken oder Gasversorgern.

Der Landesverband der Bergbaubetroffenen IGAB warnt vor erneuten Beben sowie vor Hebungen, Senkungen und vor einer Verunreinigung des Trinkwassers im Saarland. Die RAG hält diese Risiken für sehr gering. Das Unternehmen will die Pumpen in ehemaligen Bergwerken abstellen und das Grubenwasser auf Minus 320 Meter ansteigen lassen.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 21.05.2019 berichtet.

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