Polizeifahrzeug (Foto: picture alliance/Carsten Rehder/dpa)

Ermittlungsgruppe soll Serie von Übergriffen aufklären

Thomas Gerber   26.11.2018 | 11:33 Uhr

Nach den gewalttätigen Übergriffen der vergangenen Woche in der Saarbrücker Innenstadt hat die Polizei St. Johann eigens eine Ermittlungsgruppe mit bis zu acht Beamten eingerichtet. Sie soll unter anderem klären, ob zwischen den Taten ein Zusammenhang besteht.

Die Polizei hat Meldungen relativiert, wonach an der Attacke auf eine Shisha Bar in der Dudweilerstraße am 18. November bis zu 100 Personen beteiligt gewesen sein sollen. Es habe sich vielmehr um eine Gruppe von 15 bis 20 jungen Männern gehandelt, die unter anderem das Schaufenster des Lokals demoliert und einen Mitarbeiter verletzt hatten. Kurz vor dem Sturm auf die Shisha Bar waren zwei Afghanen in der Kaiserstraße angegriffen und durch Faustschläge und Fußtritte verletzt worden.

Polizei erhöht Druck auf Drogenszene

Wenige Tage später, am 21. November, gab es dann einen weiteren Zwischenfall, bei dem zwei junge Männer verletzt worden waren. Ein 20 Jahre alter polizeibekannter Afghane konnte als Täter ermittelt und vorübergehend festgenommen werden. Zwischen der Attacke vom Mittwoch und denen vom Sonntag besteht vermutlich kein Zusammenhang. Bei dem Angriff auf die Shisha-Bar schließt die Polizei allerdings nicht aus, dass es um Drogen gegangen sein könnte. Mit mehr Präsenz in der Innenstadt hatte die Polizei zuletzt den Fahndungsdruck auf die Szene spürbar erhöht.

Über dieses Themen haben auch die Hörfunknachrichten vom 26.11.2018 berichtet.

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