Bürgermeister Ralf Latz (Foto: Pasquale d´Angiolillo)

Latz weist Untreue-Vorwürfe zurück

  09.07.2019 | 15:05 Uhr

Saarbrückens Bürgermeister Ralf Latz ist ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Nach einer anonymen Anzeige prüfen die Ermittler den Vorwurf der Untreue gegen den SPD-Politiker. Latz wies die Vorwürfe zurück.

Stadt weist Vorwürfe gegen Bürgermeister Latz zurück
Audio [SR 3, Thomas Gerber, 09.07.2019, Länge: 00:57 Min.]
Stadt weist Vorwürfe gegen Bürgermeister Latz zurück

Bürgermeister Latz soll im Juni 2019 eine Zahlung in Höhe von 4000 Euro aus dem persönlichen Verfügungsfonds der Oberbürgermeisterin an den Verein Denkwerkstadt veranlasst haben, teilte die Saarbrücker Staatsanwaltschaft zu den Ermittlungen mit. Latz soll Kassenprüfer und Versammlungsleiter des Vereins sein, seine Ehefrau die Präsidentin. Anlass der Ermittlungen war nach Behördenangaben eine anonym verfasste Anzeige.

Latz wies die Untreue-Vorwürfe zurück: „Es ist zu keinem Zeitpunkt städtisches Geld in das in Rede stehende Projekt geflossen, daher ist der Vorwurf der Untreue haltlos.“ Er kündigte an, die Ermittlungen zu unterstützen.

Nach SR-Informationen sind die 4000 Euro eine Spende der Sparkasse Saarbrücken. Bei der habe OB Charlotte Britz bereits vor Monaten – nach Rücksprache mit dem Kulturdezernenten – um eine entsprechende Zuwendung gebeten.

Geld für Buchprojekt

Das Geld sei für ein Buchprojekt namens „Film-Rausch“ bestimmt gewesen. Mit dem soll Saarbrückens Kino-Geschichte der 50er Jahre dokumentiert werden, als die Landeshauptstadt über zahlreiche teils renommierte Filmhäuser verfügte.

Die Veröffentlichung des Buches sei für Ende des Jahres geplant. Beim nächsten Max-Ophüls-Festival könne es dann einer breiten Öffentlichkeit präsentiert werden.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 09.07.2019 berichtet.

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