Klaus Bouillons Dienstfahrzeug (Foto: SR)

Mutmaßlicher Anschlag auf Bouillon bleibt ungeklärt

mit Informationen von Thomas Gerber   31.03.2021 | 10:51 Uhr

Die Ermittlungen nach dem mutmaßlichen Anschlag auf Innenminister Bouillon sind eingestellt worden. Es habe keine Hinweise auf einen möglichen Täter gegeben, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Saarbrücken am Mittwoch mit.

Vieles deutete auf einen Anschlag hin: Fünf Tage lang hatte der schwarze Audi A8 Anfang Mai vergangenen Jahres vor Bouillons Anwesen in St. Wendel geparkt. Als der Minister dann kurz in die Stadt fahren wollte, schlugen die elektronischen Warnsysteme Alarm.

Bouillon suchte eine Werkstatt auf. Dort wurde festgestellt, dass mit den Felgen etwas nicht stimmte. Die kriminaltechnische Untersuchung ergab später, dass an allen vier Rädern die Muttern gelockert worden waren. Bei höherer Geschwindigkeit hätten sich die Felgen komplett lösen können, die Folgen eines Crashs hätten verheerend sein können.

Da der Wagen keinen Reifenwechsel hinter sich hatte und die Radkappen offenbar wieder akribisch auf die Muttern gesetzt worden waren, schied ein Werkstattfehler aus.

Keine Hinweise auf möglichen Täter

Die daraufhin eingeleiteten Ermittlungen wegen des Verdachts des versuchten Mordes blieben allerdings erfolglos. Es konnten keine weiteren Spuren gesichert werden, auch die Zeugenaussagen ergaben laut Generalstaatsanwaltschaft keine Hinweise auf einen möglichen Täter.

Da "keine weiteren Ermittlungsansätze vorliegen", wurde das Verfahren nun eingestellt.

Über dieses Thema berichteten die SR-Hörfunknachrichten am 31.03.2021.

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