HNO-Klinik des UKS in Homburg (Foto: Sebastian Knöbber/SR)

Ermittlungen gegen HNO-Klinikchef teilweise wieder aufgenommen

Barbara Spitzer   20.09.2022 | 19:45 Uhr

Gegen den Direktor der HNO-Klinik am Uniklinikum Homburg sind Ermittlungen teilweise wiederaufgenommen worden. Es geht um den Verdacht der sexuellen Belästigung im Jahr 2017 gegenüber zwei Ärztinnen. Bis zur Aufklärung gilt die Unschuldsvermutung.

Das Ermittlungsverfahren gegen den Direktor der Hals-Nasen-Ohren-Klinik am Uniklinikum in Homburg wegen des Verdachts der sexuellen Belästigung ist teilweise wiederaufgenommen worden.

Eine Behördensprecherin bestätigte dem SR, dass die Generalstaatsanwaltschaft die Wiederaufnahme hinsichtlich dreier mutmaßlicher Übergriffe angeordnet hat. Konkret würden dem Arzt unangemessene Berührungen einer Ärztin am Gesäß und an der Brust sowie einer weiteren Ärztin an der Brust vorgeworfen.

Weitere Zeugen sollen aussagen

Im Rahmen der Wiederaufnahme des Verfahrens soll geprüft werden, ob diese Berührungen im Jahr 2017 nicht doch strafrechtlich als sexuelle Belästigung einzustufen seien. Zur Klärung sollen noch weitere Zeugen vernommen und Unterlagen ausgewertet werden, so die Ermittlungsbehörde.

Die Staatsanwaltschaft hatte am 1. Oktober vergangenen Jahres das Verfahren gegen den Klinik-Direktor mangels hinreichenden Tatverdachts eingestellt.

Ermittlungen seit Juli

Die Anwältin der Ärztinnen hatte dagegen Beschwerde eingelegt. Nun wird seit Juli wieder ermittelt.

„Mein Mandant bestreitet, Ärztinnen jemals in strafrechtlich relevanter Weise unangemessen berührt zu haben“, teilte die Anwältin des Chefarztes der HNO-Klinik auf SR-Anfrage mit. Bis zur Aufklärung der Vorwürfe gilt die Unschuldsvermutung.

Über dieses Thema hat auch der aktuelle bericht am 20.09.2022 im SR Fernsehen berichtet.

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