Thomas Lutze bei einer Rede im Bundestag (Foto: IMAGO / Future Image)

Ermittlungsverfahren gegen Lutze eingestellt

Thomas Gerber / Onlinefassung: Thomas Braun   12.01.2022 | 17:19 Uhr

Das Ermittlungsverfahren gegen den Linken-Bundestagsabgeordneten Thomas Lutze ist eingestellt worden, nachdem jetzt ein aktuelles Gutachten zum Handschriften-Vergleich vorliegt. Gegen Lutze war wegen des Vorwurfs der Urkundenfälschung ermittelt worden.

Im März vergangenen Jahres hatte die Staatsanwaltschaft Saarbrücken nach einer Strafanzeige ein Ermittlungsverfahren gegen Lutze eingeleitet. Seine Immunität als Bundestagsabgeordneter war aufgehoben worden.

Schriftgutachten entlastet Lutze

Dieses Ermittlungsverfahren ist nun wieder eingestellt. Hintergrund ist ein Schriftgutachten, das die Staatsanwaltschaft eingeholt hatte und dessen Ergebnisse jetzt vorliegen.

Demnach habe "mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit" nicht Lutze die Unterschriften auf Quittungen über Beitragszahlungen von Mitgliedern gefälscht, sondern der frühere Vorsitzende des Linken-Stadtverbandes Saarlouis, Mekan Kolasinac.

Gegen Kolasinac wurde nun nach Angaben der Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren wegen Urkundenfälschung eingeleitet.

Vorwurf: Mit gefälschten Listen Mehrheiten beschafft

Gegen Lutze war wegen des gleichen Anfangsverdachts ermittelt worden. Er war beschuldigt worden, sich mit Hilfe gefälschter Listen über gezahlte Mitgliedsbeiträge Mehrheiten auf dem Landesparteitag 2017 organisiert zu haben.

Lutze war auf dem Parteitag zum Spitzenkandidaten für die damalige Bundestagswahl gewählt worden.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 12.01.2022 berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja