Ein Stift liegt auf einem Antrag auf Corona-Soforthilfe Zuschuss (Foto: picture alliance/Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa)

Betrugsverdacht um Coronahilfen

Thomas Gerber / Onlinefassung: Kristin Luckhardt   30.04.2020 | 11:41 Uhr

Im Zusammenhang mit der Auszahlung der Coronahilfen ist es offenbar auch im Saarland zumindest in einem Fall zu Unregelmäßigkeiten gekommen. Wie die Staatsanwaltschaft dem SR bestätigte, läuft in diesem Zusammenhang derzeit ein Verfahren.

Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken ermittelt wegen des Verdachts des Subventionsbetruges mit Coronahilfen. Weitere Angaben etwa zu dem Beschuldigten wollte die Staatsanwaltschaft "aus Gründen des Verfahrensschutzes aktuell" nicht machen.

Gastwirt soll zu Unrecht Hilfen erhalten haben

Saarland: So gut wie kein Subventionsbetrug bei Corona-Hilfen
Audio [SR 3, Thomas Gerber, 30.04.2020, Länge: 00:42 Min.]
Saarland: So gut wie kein Subventionsbetrug bei Corona-Hilfen

Nach SR-Informationen soll es sich bei dem Verdächtigen um einen Gastwirt handeln, der möglicherweise zu unrecht mehr als 10.000 Euro Coronahilfen beantragt und erhalten hat. Wie das Verfahren ins Rollen kam, blieb zunächst unklar.

Das Wirtschaftsministerium erklärte auf SR-Anfrage, dass bei den rund 13.000 Anträgen bislang kein konkreter Verdachtsfall aufgetaucht sei. Insbesondere bei der Abwicklung des Landesprogramms seien die Plausibilitätsprüfungen schlüssig gewesen. Eine Strafanzeige seitens des Ministeriums habe es nicht gegeben.

40 Anträge werden noch überprüft

Die Überprüfung der Anträge aus dem Bundesprogramm ist nach Ministeriumsangaben noch nicht abgeschlossen. Hier würden derzeit rund 40 Anträge noch genauer untersucht.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 30.04.2020 berichtet.

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