Auf einem Laptop ist eine Internetseite des Bundeskriminalamts (BKA) geöffnet, auf der nach Personen gefahndet wird. (Foto: picture alliance/dpa | Silas Stein)

BKA-Fahndung wegen schweren sexuellen Kindesmissbrauchs

  30.11.2021 | 15:27 Uhr

Das Bundeskriminalamt (BKA) fahndet mit Bildern von Kleidungsstücken und Tatorten nach einem bislang unbekannten Täter wegen sexuellen Kindesmissbrauchs. Der heute 31 bis 51 Jahre alte Mann soll in den Jahren 2010 bis 2019 mindestens sieben Jungen schwer sexuell missbraucht haben und die Taten gefilmt haben.

Aufnahmen der Taten verbreitete der Mann laut BKA zwischen 2015 und 2019 auf kinderpornografischen Plattformen im sogenannten Darknet. Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und das Bundeskriminalamt gehen davon aus, dass der Missbrauch der zur Tatzeit zwischen ein und zehn Jahre alten Kinder in Deutschland geschah.

Verbindung ins Saarland völlig unklar

Ob es womöglich eine Verbindung ins Saarland gibt, ist nach Aussagen der Generalstaatsanwaltschaft auf SR-Anfrage völlig unklar.

Die Ermittler verfügen über Bild- und Videodateien, die den schweren Missbrauch durch den Tatverdächtigen zeigen. Dieser habe vermutlich beruflich oder ehrenamtlich mit Kindern zu tun und benutze bei Anreden die Formulierung "Hy" als Begrüßung. Die Ermittler schließen nicht aus, dass weitere Kinder missbraucht worden sein könnten. Sämtliche bisherigen Ermittlungen hätten nicht zur Identifizierung des Manns, der Opfer oder der Tatorte geführt.

Weitere Infos auf der Internetseite des BKA

Auf der Internetseite des Bundeskriminalamts veröffentlichte die Behörde Informationen zu der Fahndung, unter anderem ein Video, das Kleidungsstücke der Opfer, weitere Gegenstände sowie Tatorte zeigt sowie Hintergrundinformationen zum Täter und den Geschädigten gibt. Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und das BKA erhoffen sich davon neue Hinweise.

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