Zwei uniformierte Zollbeamte mit dem Wappen des Zolls auf dem Oberarm der Jacken.  (Foto: picture alliance / photothek | Janine Schmitz)

Mehrere Verdachtsfälle bei Zoll-Kontrollen in Testzentren

  07.03.2022 | 13:32 Uhr

Die Schwarzarbeits-Fahnder des Hauptzollamts Saarbrücken haben am Freitag bei Kontrollen in Corona-Testzentren im Saarland mehrere mögliche Gesetzesverstöße festgestellt. Bei der Mehrzahl handelt es sich um den Verdacht auf Verstöße gegen den Mindestlohn.

Der Zoll hat im Saarland am vergangenen Freitag in insgesamt 25 Corona-Testzentren die Beschäftigungsverhältnisse der Mitarbeitenden überprüft. Dafür wurden 49 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer befragt.

Wie der Zoll am Montag mitteilte, wurden bei der Überprüfung 13 mögliche Verstöße festgestellt. In zwei Fällen besteht der Verdacht auf Schwarzarbeit. In neun Fällen soll der Mindestlohn nicht eingehalten worden sein. Er liegt seit dem 1. Januar 2022 bei 9,82 Euro pro Stunde.

Weitere Prüfung notwendig

In einem Fall besteht laut Zoll zudem der Verdacht, dass unerlaubt Ausländer beschäftigt wurden. Außerdem gibt es den Verdacht auf Verstoß gegen die Aufzeichnungspflicht, das heißt, die Arbeitszeiten wurden falsch erfasst. Dabei handelt es sich laut Zoll um eine Ordnungswidrigkeit.

Ob in den einzelnen Fällen Ermittlungsverfahren eingeleitet werden, ist derzeit noch unklar. Dazu sind zunächst noch weitere Prüfungen der Sachverhalte nötig.

Überprüfungen auch im südlichen Rheinland-Pfalz

Laut Zoll lag die Zahl der Verstöße im üblichen Rahmen der Kontrollergebnisse. Bei der Überprüfung wurden weder besonders viele, noch besonders wenige Verstöße festgestellt. Insgesamt sei die Zahl der Schwarzarbeitsfälle im Saarland konstant hoch.

Das Hauptzollamt Saarbrücken ist für das Saarland und das südliche Rheinland-Pfalz zuständig. Insgesamt wurden dort am vergangenen Freitag 72 Corona-Testzentren überprüft. 116 Personen wurden zu ihren Arbeitsverhältnissen befragt. Dabei wurden 46 Verdachtsfälle festgestellt.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 07.03.2022 berichtet.

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