Korb mit Erdbeeren  (Foto: SR/Lena Schmidtke)

Erdbeerernte im Saarland gestartet

Sandra Schick   04.05.2022 | 12:17 Uhr

Im Saarland ist die Erdbeerernte gestartet. Die Bauern erwarten in diesem Jahr eine gute Ernte. Allerdings macht auch ihnen der Ukraine-Krieg Sorgen: Neben den gestiegenen Energiekosten müssen sie auch mit kurzfristigen Ausfällen bei den Erntehelfern rechnen.

Vor wenigen Tagen ist im Saarland die Erdbeerernte gestartet. Beim Erdbeerland Ernst & Funck, das rund 50 Verkaufsstellen im ganzen Saarland betreibt, blickt Betriebsleiter Patrik Chatelain recht optimistisch auf die nächsten Wochen.

Video [aktueller bericht, 04.05.2022, Länge: 2:47 Min.]
Erdbeerernte im Saarland gestartet

"Sicher weiß man es allerdings immer erst hinterher." Denn kurzfristige Ausfälle, etwa durch Unwetterschäden, könne schließlich niemand vorhersehen. "Insgesamt sieht es momentan aber gut aus. Wir haben nur auf einem Feld in Fremersdorf größere Ausfälle wegen eines Schädlings. Dort haben Engerlinge die Wurzeln der Pflanzen abgefressen. Aber die restlichen Felder sehen gut aus."

Unsicherheit durch Ukraine-Krieg

Sorgen bereitet ihm aber der Ukraine-Krieg. "Unsere Erntehelfer kommen zu 90 Prozent aus Rumänien und zehn Prozent aus Polen. Wir haben Leute, die wohnen nur wenige Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt." Da müsse man immer mit kurzfristigen Absagen aufgrund der Sicherheitslage rechnen.

Einige Helfer hätten auch bereits abgesagt, weil sie ihre Familie in der Heimat nicht allein lassen wollten. Allerdings hielt sich das bisher in Grenzen, so Chatelain. "Ich denke, wir kriegen das hin", meint er.

Preise bleiben stabil

Durch den Ukraine-Krieg sind auch die Produktionskosten des Betriebs gestiegen. "Düngemittel sind um ein Vielfaches teurer geworden", berichtet Chatelain. Trotzdem habe man die Preise im Vergleich zum Vorjahr stabil gehalten. "Es wäre schwierig, das über die Preise an den Kunden weiterzugeben", so Chatelain. Deshalb wolle der Betrieb die höheren Kosten selbst abfedern.

Mit Geschmack punkten

Die regionalen Erdbeeren seien ohnehin teurer als Konkurrenzprodukte aus Spanien, die man im Supermarkt kaufen kann. Aber dafür, so Chatelain, seien sie schließlich auch geschmacklich der importierten Ware weit überlegen. "Das liegt daran, dass in Spanien unreife, grüne Erbeeren gepflückt werden. Die müssen ja noch den Transportweg überstehen. Erst wenn sie hier ankommen, sind sie rot. Unsere werden schon rot und reif geerntet. Und das schmeckt man auch."

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