Probengläschen in einem Labor (Foto: picture alliance/dpa | Caroline Seidel)

Virusvarianten im Saarland entwickeln sich auseinander

  19.03.2021 | 11:32 Uhr

Die Verbreitung der Coronavirusvarianten ist im Saarland wieder gestiegen. Dabei vergrößerte sich der Anteil der britischen Variante, während die Fallzahlen bei der südafrikanischen zuletzt sanken. Bei beiden Mutationsformen gibt es deutliche Unterschiede zum Bund.

Im Saarland wurde die erstmals in Großbritannien entdeckte Virusvariante B.1.1.7 laut der Homburger Virologie zuletzt bei etwa der Hälfte aller positiven Corona-Befunde nachgewiesen. Damit liegt der Anteil im Saarland deutlich unter dem Bundesschnitt, wo nach Einschätzung des Robert Koch-Institutes mittlerweile fast drei Viertel aller Infektionen durch diese Virusvariante verursacht wurden. Ähnlich wie im Bund ist aber auch die Tendenz im Saarland wieder steigend.

Eine Stagnation bzw. eine leichte Abwärtstendenz deutete sich in den vergangenen beiden Wochen bei der Variante B.1.351 an, die zuerst in Südafrika entdeckt wurde. Sie ist im Saarland weiter verbreitet als im Bund, worüber sich auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) besorgt gezeigt hatte. Die Fallzahlen sind zuletzt aber nicht mehr weiter gestiegen und nach einem Höchststand an neuen Fällen vor rund zwei Wochen sogar wieder gesunken.

Markante Entwicklung im Regionalverband

Diese Entwicklung zeigte sich exemplarisch auch im Regionalverband. Dort ist der Anteil der britischen Variante in der zweiten Märzwoche im Vergleich zur Vorwoche von knapp unter 40 auf leicht über 50 gestiegen, während der der südafrikanischen von gut 15 auf zehn Prozent zurückging. Vor zwei Wochen lagen sie mit 30 bzw. 20 Prozent Gesamtanteil noch deutlich enger beieinander.

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