Eine Telefonzelle der Telekom (Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Jan Woitas)

Telekom schaltet seit Montag alle verbliebenen Telefonzellen ab

  21.11.2022 | 07:57 Uhr

Wo jeder ein Smartphone besitzt, braucht niemand eine Telefonzelle. 12.000 von ihnen gibt es deutschlandweit – noch. Seit Montag wird die Münzzahlung an allen Fernsprechern bundesweit deaktiviert, Ende Januar folgt die Abschaltung der Telefonkartenfunktion.

In Deutschland endet nach 142 Jahren die Ära der öffentlichen Münzfernsprecher. Nach Angaben der Telekom werden im Laufe des Montags alle noch verbliebenen 12.000 Telefone abgeschaltet, in denen noch mit Bargeld bezahlt werden kann. Das hatte die Telekom dem SR zuvor auf Anfrage bestätigt.

Video [aktueller bericht, 21.11.2022, Länge: 3:03 Min.]
Letzte Telefonzellen werden abgeschaltet

Rückbau bis 2025

Ende einer Ära: Telefonhäuschen werden abgeschaltet
Audio [SR 3, Oliver Buchholz (c) SR, 21.11.2022, Länge: 04:07 Min.]
Ende einer Ära: Telefonhäuschen werden abgeschaltet

Ende Januar soll dann mit allen öffentlichen Telefonhäuschen oder -säulen Schluss sein. Dann werden auch die Anlagen abgeschaltet, an denen mit Karten bezahlt werden kann. Die Telekom geht davon aus, dass der Rückbau bis 2025 dauern wird.

Früher gab es deutschlandweit mehr als 160.000 öffentliche Telefone – übrig geblieben sind davon nur noch 12.000. Wie viele davon im Saarland stehen, konnte die Telekom nicht mitteilen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 21.11.2022 berichtet.


Weitere Themen im Saarland

Ab Dienstag steigende Tierarztkosten
Wie sinnvoll Krankenversicherungen für Haustiere sind
Wenn Hunde oder Katzen operiert werden müssen, kann das sehr schnell sehr teuer werden – insbesondere ab Dienstag, wenn die neue Gebührenordnung für Tierärzte gilt. Kann eine Tierkrankenversicherung die hohen Kosten im Ernstfall abfedern?
Mutterschutz-Regelung in der Kritik
Arbeiten trotz Fehlgeburt?
Frauen, die ihr Kind vor der 24. Schwangerschaftswoche verlieren, haben keinen Anspruch auf Mutterschutz. Mehrere Frauen haben dagegen Verfassungsbeschwerde eingelegt. Auch die IKK Südwest hält diese Regelung für falsch. Sie unterstützt deshalb die Forderung nach einer gestaffelten Schutzfrist.
Zollgebühren, Steuern und Fake-Artikel
Fallstricke beim Online-Shopping aus Nicht-EU-Ländern
Der Black Friday und Weihnachten stehen vor der Tür – und damit auch viele Online-Bestellungen. Wer Waren aus einem Nicht-EU-Land bestellt, kann gegebenenfalls eine böse Überraschung erleben, denn es können Zollgebühren anfallen. Aber es gibt noch mehr Fallstricke beim Online-Einkauf.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja