Französische Rettungskräfte in Schutzanzügen stehen an einem Krankenwagen (Foto: picture alliance/Jean-Francois Badias/AP/dpa)

Lage in Grand-Est spitzt sich zu

Mit Informationen von Sabine Wachs/Onlinefassung: Anja Geis   19.03.2020 | 09:30 Uhr

Die Zahl der Corona-Patienten steigt in der französischen Region Grand-Est immer weiter. Besonders betroffen ist das Elsass. Dort spitzt sich die Lage zu, es fehlt an Betten mit Beatmungsgeräten. Seit Mittwoch fliegt die Armee Intensivpatienten aus. Heute sollen in Forbach 20 neue Corona-Patienten ankommen.

Im Elsass sind immer mehr Kliniken mit der Zahl der Corona-Patienten überfordert. Die Intensivstationen vieler Krankenhäuser sind fast komplett belegt. Es fehlt an Betten mit Beatmungsgeräten. Auch das Personal sei am Limit, sagte die Präfektin der Region Grand-Est bereits am Dienstag im Radiosender France Inter.

Das französische Militär hat daher am Mittwoch damit begonnen, Patienten aus Kliniken in Mulhouse und Colmar in andere Einrichtungen im Land, unter anderem nach Toulon und Marseille auszufliegen.

Die französische Regierung bereitet daher auch ein Armeekrankenhaus in der Region vor.

Auch in Forbach steigt die Zahl der Corona-Patienten

Im Forbacher Marie-Madeleine-Krankenhaus werden am Donnerstag 20 weitere Corona-Patienten erwartet. Nach einem Bericht des Républicain Lorrain werden dort schon jetzt 50 Patienten mit schweren Corona-Erkrankungen behandelt,  fünf von ihnen auf der Intensivstation. Diese soll nun noch erweitert werden.

Grand-Est ist Risikogebiet

Das deutsche Robert-Koch-Institut stuft die gesamte Region Grand-Est als Risikogebiet ein. Dort wurden zuletzt mehr als 1800 Infizierte und 61 Todesfälle gezählt. Sie ist damit eine der am stärksten betroffenen Regionen in Frankreich.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 19.03.2020 berichtet.

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