Ein Einbrecher öffnet gewaltsam eine Wohnungstüre (Foto: Pexels/Rafael Classen)

Haus und Wohnung vor Einbrüchen schützen

Christine Biadacz-Holzer   30.10.2022 | 09:37 Uhr

Mit Beginn der dunklen Jahreszeit nehmen Haus- und Wohnungseinbrüche zu. Wir haben bei der Polizei nachgefragt: Wie können sich Hausbesitzer wirksam dagegen schützen?

Sie sind der Schreck eines jeden Hausbesitzers: Einbrecher kommen meist in der dunklen Jahreszeit. Mit der Uhrumstellung wird es früher dunkel. Bewohner sind oft noch nicht zuhause. Perfekte Bedingungen für jeden Einbruch.

Trotzdem kann man etwas tun: "Man sollte es den Einbrechern so schwer wie möglich machen", erklärt Polizeipressesprecher Stephan Laßotta. Denn Einbrecher wollen schnell zum Erfolg kommen. Gekippte Fenster und offene Keller- oder Balkontüren machen es den Dieben besonders leicht.

"Einbrecher sind risikoscheu. Alles was Lärm macht oder Aufmerksamkeit erregt, schreckt sie ab", so Laßotta. Und es muss schnell gehen. Die Täter investieren nur wenig Zeit. Umso mehr sollte man sein Haus absichern, damit ein möglicher Zutritt erschwert wird.

Zeitschaltuhren verwenden

Zunächst sollte man dafür sorgen, keinen verlassenen Eindruck zu hinterlassen. Wenig bis gar kein Licht oder permanent herunter gelassene Rollläden machen den Anschein eines leeren Hauses. Letztere können aber gleichzeitig zum Schutz dienen, wenn sie regelmäßig geöffnet werden.

Denn Rollläden machen beim Anheben Lärm. Diesen wollen die Täter vermeiden. Damit Licht und Rollläden auch in der Abwesenheit Einbrecher abschrecken, rät die Polizei zu Zeitschaltsystemen.

Fenster schließen und evtl. nachrüsten

Fenster sollten beim Verlassen des Hauses immer geschlossen werden. Aber auch hier dauert es nur wenige Minuten, bis ein geübter Einbrecher ein Fenster aufhebeln kann. Der Schraubendreher wird in Höhe des Fenstergriffes angesetzt und anschließend am unteren Rahmen - ein paar kräftige Bewegungen, und das Fenster springt auf.

Haben die Fenster allerdings eine einbruchshemmende Pilzkopfverriegelung und entsprechende Halterungen im Rahmen, funktioniert diese Methode schon nicht mehr. Die Nachrüstung dieser unsichtbaren Einbruchssicherung ist allerdings nicht ganz günstig.

Schlösser mit einem Sicherheitsbeschlag

Zur Sicherung von Haus- und Kellertüren sollten unbedingt Schlösser mit einem Sicherheitsbeschlag verwendet werden. Dies verhindert, dass die Täter das Schloss mit einer Zange herausziehen und abbrechen könnten.

Noch mehr Sicherheit bringen Zusatzverriegelungen, die einfach nachgerüstet werden. Auch sollte man darauf achten, Gegenstände wie Leitern, die bei Einbrüchen als Hilfsmittel verwendet werden können, nicht leicht zugänglich aufzubewahren.

Weniger Einbrüche während der Pandemie

Im Jahr 2021 lag die Einbruchsrate bei 21,2 Prozent. Rund 16.414 Delikte wurden registriert. Im Vorjahr waren es noch 20.842. Laut Kriminalstatistik ist die rückläufige Fallentwicklung auf die zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ergriffenen Maßnahmen zurückzuführen.

Der Einbruch in geschlossene Geschäfte, Gaststätten und Freizeiteinrichtungen nahm demnach ab. Zu den Einbruchszahlen in diesem Jahr konnte die Polizei noch keine Angaben machen.

Kostenlose Beratung durch die Polizei

Wie sicher Ihr Zuhause ist, können Sie von den Experten der Polizei prüfen lassen. Unter der Telefonnummer 0681-9623535 können Sie bei Bedarf eine Nachricht hinterlassen.

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