Justitia (Foto: pixabay / AJEL)

Angeklagter soll für Süßigkeiten eingebrochen sein

Gabor Filipp   25.01.2021 | 13:32 Uhr

Vor dem Landgericht Saarbrücken hat am Montag der Prozess gegen einen 41-Jährigen begonnen, der einen Einbruch begangen haben soll. Statt der üblichen Beute von Geld, Schmuck und Wertgegenständen hat der Mann nach Angaben der Staatsanwaltschaft Schokoladenpralinen erbeutet.

Dem 41-jährigen Angeklagten wird zur Last gelegt, mit einem Nothammer das Glas der Terrassentür eingeschlagen zu haben, um dann hauptsächlich Süßigkeiten mitgehen zu lassen. Zwei Packungen Mon Chérie, eine Packung Raffaelo und eine Packung Ferrero Rocher listet die Staatsanwaltschaft zum Prozessauftakt vor dem Saarbrücker Landgericht am Montag als Beute auf, die bei dem Eindringling noch vor Ort von der Polizei sichergestellt wurden.

Der Tatort war das Haus des verstorbenen Vaters des Angeklagten. Es wurde noch bewohnt von dessen Lebensgefährtin, die gerade abwesend war - eine Nachbarin hatte aber Alarm geschlagen. Der 41-jährige mutmaßliche Einbrecher hatte außer den Süßigkeiten noch etwas Zigaretten, ein Küchenmesser sowie ein Foto und die Lesebrille seines Vaters an sich genommen.

Psychiatrische Behandlung

Einige Monate später bedrohte der Saarbrücker mit vorgehaltenem Messer einen Wildfremden mit der wörtlichen Ankündigung "Ich nehme deine Seele". Kurz darauf wurde er von der Polizei unter Androhung von Schusswaffengebrauch festgenommen.

Der geständige und Cannabis konsumierende Angeklagte kam zwangsweise in die Psychiatrie. Das könnte auch nach diesem Prozess geschehen, denn seine Diagnose lautet auf Schizophrenie.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 25.01.2021 berichtet.

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