Modell einer elektronischen Fußfessel (Foto: picture alliance/Julian Stratenschulte/dpa)

Ein Fußfessel-Träger im Saarland

  25.12.2018 | 17:09 Uhr

Mit einer elektronischen Fußfessel lebt derzeit ein Mensch im Saarland, drei weitere in Rheinland-Pfalz. Das hat das Justizministerium in Wiesbaden mitgeteilt. Bundesweit sind es 107.

Die meisten leben in Bayern (24), Sachsen (14) und Baden-Württemberg (13). Die Zahlen stammen von Mitte Dezember.

Sowohl frühere Straftäter als auch Gefährder können mit einer elektronischen Fußfessel überwacht werden. Notwendig ist dafür eine gerichtliche Anordnung. Die meisten Fußfessel-Träger sind Sexualstraftäter, die nach dem Ende ihrer vollständig verbüßten Haft immer noch als gefährlich eingestuft werden. Die andere große Gruppe sind ehemalige Gewaltverbrecher.

 Die Überwachung für alle Fußfessel-Träger erfolgt seit Mai von einem Hochsicherheitsgefängnis im südhessischen Weiterstadt aus. Dort ist die Gemeinsame Überwachungsstelle der Länder (GÜL) stationiert.

Alle Fußfesseln sollen bis Jahresende gegen ein neues Modell ausgetauscht werden, das nur noch 150 Gramm wiegt, 30 Gramm weniger als das Vorgängermodell. Die neue Fessel ist wasserdicht und arbeitet mit bis zu 50 Stunden mehr als doppelt so lang.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 25.12.2018 berichtet.

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