Raupen des Eichenprozessionsspinners kriechen auf einem Eichenstamm (Foto: dpa/Patrick Pleul)

Giftige Raupen an Neunkircher Schulen

  06.06.2019 | 10:37 Uhr

Der Landkreis Neunkirchen überprüft derzeit alle weiterführenden Schulen auf Befall mit dem Eichenprozessionsspinner. Wie der Landkreis mitteilte, seien einige Schulstandorte in Neunkirchen, Ottweiler und Illingen betroffen. Der direkte Kontakt mit der Raupe kann heftige allergische Reaktionen auslösen.

Betroffenen Bereiche werden nach Angaben des Landkreises abgesperrt und vorhandene Nester durch Fachfirmen entfernt. Der Leiter des Kreisumweltamtes, Oliver Martin, warnt: "Die direkte Nähe von Eichen sollte gemieden werden." Allerdings käme es aktuell auch zu einem vermehrten Aufkommen von Gespinstmottenraupen, die oftmals mit Eichenprozessionsspinnern verwechselt würden. Diese seien aber für den Menschen ungefährlich.

Video [aktueller bericht, 06.06.2019, Länge: 2:57 Min.]
Entwarnung – keine Eichenprozessionsspinner in Saarlouis

In Saarlouis nur ein Befall

"Sie kommen wirklich nur an Eichen vor"
Audio [SR 3, Interview: Dorothee Scharner, 06.06.2019, Länge: 03:12 Min.]
"Sie kommen wirklich nur an Eichen vor"

Auch im Stadtgebiet von Saarlouis werden nach Angaben der Stadt derzeit vermehrt Raupenvorkommen gesichtet. Dabei handele es sich aber fast ausschließlich um Gespinstmotten, teilte die Stadt mit. Bisher sei nur ein Befall mit dem Eichenprozessionsspinner registriert worden.

Haare der Raupe können allergische Reaktionen auslösen

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners sind gefährlich, denn ihnen wachsen Brennhaare mit einem Nesselgift. Dieses kann bei Menschen, die mit ihnen in Berührung kommen, allergische Reaktionen auslösen. Hautausschlag, Reizung der Mund- und Nasenschleimhaut und Brennen in den Atemwegen können mögliche Folgen sein.

Über dieses Thema wurde auch im aktuellen bericht vom 06.06.2019 im SR Fernsehen berichtet.

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