Ein Nest von Eichen-Prozessionsspinnern (Foto: dpa/Bodo Marks)

Eichenprozessionsspinner breitet sich aus

  18.06.2019 | 15:50 Uhr

Nahezu überall im Saarland sind Eichen mit dem Eichenprozessionsspinner befallen. Sowohl die Verbreitung als auch die Intensität des Befalls haben gegenüber dem Vorjahr zugenommen. Das bestätigte der stellvertretende Betriebsleiter des Saarforst Landesbetriebs, Joachim Stelzer, auf SR-Anfrage.

Da die Entwicklung der Raupe noch nicht vollends abgeschlossen ist, ist der Höhepunkt ihrer Ausbreitung noch nicht erreicht. In den kommenden Tagen wird der Saarforst deshalb landesweit in besonders befallenen Waldgebieten Warnschilder aufstellen.

Auch im Landkreis Neunkirchen gibt es Probleme mit der Raupe. An weiterführenden Schulen in Neunkirchen, Ottweiler und Illingen wurden Eichenprozessionsspinner gefunden. Der Landkreis überprüft derzeit alle Schulstandorte auf einen möglichen Befall.

Umweltministerium: "Die Raupe mag es warm"

Nach Angaben des saarländischen Umweltministeriums wurde vor allem in den letzten drei Jahren im Saarland eine „deutliche Zunahme dieser Schmetterlingsart" festgestellt. Das sehr warme Jahr 2018 habe die Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners begünstigt, so das Ministerium.

Gift der Raupen führt zu Hautausschlag

Einen deutlichen Befall erkennt man vor allem an skelettartigen Blattresten bei Eichen. Die Raupen des Eichenprozessionsspinners sind gefährlich, denn ihnen wachsen Brennhaare mit einem Nesselgift. Dieses kann bei Menschen, die mit ihnen in Berührung kommen, allergische Reaktionen auslösen. Hautausschlag, Reizung der Mund- und Nasenschleimhaut und Brennen in den Atemwegen können mögliche Folgen sein.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 18.06.2019 berichtet.

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