Polizeiwagen (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Prüfungsbetrug: Büro in Saarbrücken durchsucht

  16.04.2019 | 16:49 Uhr

Nach Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft Kaiserslautern haben Einsatzkräfte Wohnungen und Büros in mehreren Bundesländern untersucht, darunter auch im Saarland. Es geht unter anderem um Urkundenfälschung. In Saarbrücken wurde laut Polizei ein Büro durchsucht.

Nach Angaben der Ermittler wird den 16 Verdächtigen schwere Urkundenfälschung vorgeworfen. Sie sollen theoretische Führerscheinprüfungen und Prüfungen für Sprachzertifikate manipuliert haben. Ein Sprecher der Polizei sagte dem SWR, die mutmaßlichen Täter hätten gegen Geld für andere Prüflinge Tests abgelegt und dafür Ausweisdokumente gefälscht. Insgesamt geht es nach Angaben der Staatsanwaltschaft derzeit um 40 Fälle.

Durchsuchungen in mehreren Bundesländern

Etwa 100 Beamte waren bei den Durchsuchungen in sechs Bundesländern im Einsatz, neben Rheinland-Pfalz und dem Saarland auch in Baden-Württemberg, Hessen, Nordrein-Westfalen und in Sachsen-Anhalt. Zu der Durchsuchung in Saarbrücken machte die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern auf SR-Anfrage keine näheren Angaben. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, sind inzwischen ein 52-Jähriger und eine 37-Jährige aus Kaiserslautern sowie ein 34-Jähriger aus dem Karlsruher Raum verhaftet worden.

Auch Fahrschulen durchsucht

Neben Privatwohnungen und Häusern handelte es sich nach Behördenangaben auch um Fahrschulen und Büros von Unternehmen. Schwere Urkundenfälschung wird mit bis zu zehn Jahre Gefängnis bestraft.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 16.04.2019 berichtet.

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