Zwei uniformierte Zollbeamte mit dem Wappen des Zolls auf dem Oberarm der Jacken.  (Foto: picture alliance / photothek | Janine Schmitz)

Durchsuchung in Homburg wegen Geldwäscheverdacht

  16.03.2022 | 11:29 Uhr

In Homburg haben Zollfahnder die Wohnung eines Verdächtigen durchsucht, der als Teil einer kriminellen Vereinigung an gewerbsmäßiger Geldwäsche beteiligt gewesen sein soll. Die Ermittlungen betrafen mehrere Objekte in Deutschland und Schweden.

In einer grenzüberschreitenden Aktion haben Zollfahnder und Kriminalbeamte am Mittwoch insgesamt 13 Objekte in Deutschland und Schweden durchsucht, darunter eine Wohnung in Homburg. Den insgesamt acht Verdächtigen eritreischer und äthiopischer Herkunft wird vorgeworfen, in einer kriminellen Vereinigung durch sogenanntes Hawala-Banking Geldwäsche betrieben zu haben.

Dabei hätten sie seit Ende 2019 gegen Gebühr Gelder unklarer Herkunft in erheblichem Umfang in Europa, insbesondere in Deutschland und Schweden, eingesammelt, um sie nach Eritrea, Äthiopien und Sudan zu bringen. Keiner von ihnen soll über eine entsprechende Genehmigung zur Erbringung derartiger Zahlungsdienstleistungen verfügt haben.

Hohe Bargeldbeträge in Koffern transportiert

Seit Ende 2020 hatte der Zoll bei Kontrollen am Frankfurter Flughafen vermehrt Transporte hoher Bargeldbeträge in aufgegebenen Koffern festgestellt. Bereits im
Vorfeld der Aktion konnten so nach Behördenangaben Gelder in Höhe von mehr als 1,5 Millionen Euro sichergestellt werden.

Ein 43-jähriger Beschuldigter aus Mörfelden-Walldorf wurde aufgrund eines Haftbefehls des Amtsgerichts Frankfurt am Main festgenommen. Weitere Haftbefehle waren nach Angaben der Staatsanwaltschaft Frankfurt im Vorfeld der Durchsuchungen nicht ausgestellt worden.

Über dieses Thema hat auch die SR-Fernsehsendung "aktuell" am 16.03.2022 berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja