Duftöle  (Foto: dpa)

Unwiderstehlicher Duft: Was sind Pheromone?

Felicitas Fehrer   05.12.2017 | 11:30 Uhr

Schon gewusst? Liebe geht durch die Nase. Mit Hilfe von bestimmten Botenstoffen, sogenannten Pheromonen, tauschen Menschen „sexuelle Informationen“ aus – und zwar völlig unbewusst. Nicht zuletzt wegen ihrer aphrodisierenden Wirkung sind Pheromone in manchen Parfums enthalten. Aber wie genau funktioniert das mit diesen „betörenden“ Substanzen?

Manche Gerüche sollen einen angeblich unwiderstehlich machen. Das sagt zumindest die Wissenschaft.  Vor allem in der Parfum-Industrie wird der Begriff „Pheromon“ häufig verwendet. Was genau es mit Pheromonen aber tatsächlich auf sich hat, ist noch nicht genau erforscht.

Erfunden haben den Begriff "Pheromon" die beiden Wissenschaftler Peter Karlson und Martin Lüscher. Aus Achselschweiß und anderen Körperflüssigkeiten haben sie ein Duftgemisch extrahiert, das man sich aufsprühen kann.

Pheromone können Sexualzyklus auslösen

Ob es von Natur aus körpereigene Pheromone gibt, ist nicht bewiesen. Elmar Krause, Zellphysiologe am Institut für Physiologie in Homburg, erklärt: „Pheromone sind chemische Stoffe, die von einem bestimmten Organismus gebildet werden und in einem anderen Individuum derselben Art eine reflexartige Reaktion auslösen.“ Die Stoffe werden hauptsächlich über den eingeatmeten Sauerstoff in die Nase geleitet. Von dort aus gelangt der chemische Reiz dann in das sogenannte limbische System, wo dann eine Veränderung bewirkt wird.

Diese Veränderung kann laut Krause viele Formen annehmen: Entweder körperlich, wie zum Beispiel die  Einleitung von Wachstums- und Entwicklungsprozessen oder das Auslösen des Sexualzyklus. "Oder aber Veränderungen im menschlichen Verhalten", sagt Krause.

Bei hoch entwickelten Arten wie dem Menschen ist dieser Prozess aber noch nicht bis ins Detail erforscht. Laut Krause ist aber bekannt, dass die chemischen Substanzen, die als Pheromone wirken, von spezialisierten Zellen wahrgenommen werden. In diesen Zellen werden dann Signale ausgelöst, die über das Nervensystem ins Gehirn gelangen und dort spezielle Reaktionen hervorrufen.

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