Campus-Center der Universität des Saarlandes (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Kaum Folgen für Saar-Uni nach Glücksspielwerbung

Patrick Wiermer   26.09.2020 | 09:47 Uhr

Für die Universität des Saarlandes bleibt die illegale Werbung für Glücksspiele auf ihrer Webseite ohne rechtliche Folgen. Das haben die Landesmedienanstalt als Aufsichtsbehörde für das Glücksspiel im Saarland und die Staatskanzlei als Rechtsaufsicht über die Uni mitgeteilt.

Die Universität hat nach Angaben der Landesmedienanstalt und der Staatskanzlei dargelegt, wie sie in Zukunft derartige Verstöße vermeiden will. „Weitere Sanktionen bedurfte es mit Blick auf die Erstmaligkeit des Vorganges, die Anerkennung des Verstoßes und die Schritte zur Eindämmung einer Wiederholungsgefahr nicht“, so die LMS wörtlich.

Die Universität hatte gegenüber den Aufsichtsbehörden eingeräumt von Mai 2016 bis Februar 2020 auf einer Ratgeberseite für die Studenten illegalerweise für ein Online-Casino geworben zu haben. Sie hatte dazu mit einer externen Vermarktungsagentur zusammengearbeitet und für die Werbung rund 120 000 Euro bekommen. Die Uni verweist auf eine lückenhafte Qualitätskontrolle der Texte. Die Zusammenarbeit wurde mittlerweile beendet.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 26.09.2020 berichtet.

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