Urlauber stehen neben ihren Koffern in einer Schlange. (Foto: picture alliance/Arne Dedert/dpa)

Reisewarnung für spanische Urlaubsregionen

mit Informationen von Nelly Theobald   31.07.2020 | 15:21 Uhr

Das Auswärtige Amt hat eine offizielle Reisewarnung für die nordspanischen Regionen Katalonien, Aragón und Navarra herausgegeben. Für Urlaubsrückkehrer aus diesen Gebieten gilt im Saarland eine Quarantänepflicht – mit wenigen Ausnahmen.

Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die nordspanischen Regionen Katalonien, Aragón und Navarra warnt derzeit das Auswärtige Amt. Es begründet die Reisewarnung mit den erneut hohen Infektionszahlen und örtlichen Absperrungen.

In den drei Regionen liegen beliebte Touristenziele wie die Costa Brava, die Stadt Barcelona und die Pyrenäen. Laut Bundesgesundheitsministerium ist dort die Schwelle von mehr als 50 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschritten worden.

Wer nach dem Urlaub von dort ins Saarland zurückreist, muss sich für 14 Tage in Quarantäne begeben. Das gilt nicht, wenn sich die Betroffenen weniger als 72 Stunden in den Risikogebieten aufgehalten haben und symptomfrei sind.

Reisehinweis folgt Reisewarnung

Wegen des starken Anstiegs der Infektionen hatte das Auswärtige Amt per Reisehinweis schon seit Anfang der Woche von touristischen Reisen in die drei spanischen Regionen abgeraten. Reisehinweise des Auswärtigen Amts enthalten Informationen zu den für Reisende aktuell relevanten Besonderheiten eines Landes, den Einreisebestimmungen in fremde Länder, zu Zollvorschriften und strafrechtlichen Vorschriften und zu medizinischen Hinweisen. 

Mit seinen Reisehinweisen will das Auswärtige Amt Reisenden eine informierte Entscheidung ermöglichen. Je nach Einschätzung der Sicherheitslage können die Hinweise die Empfehlung enthalten, Reisen einzuschränken oder auf sie zu verzichten. Ein Anspruch auf kostenfreie Stornierung haben Urlauber in der Regel nicht.

Wie im aktuellen Fall werden laut Auswärtigem Amt Reisewarnungen ausgesprochen, wenn davon ausgegangen werden muss, dass jedem Reisenden eine konkrete Gefahr für Leib und Leben droht. Gegebenenfalls wird auch in einer Teilreisewarnung nur vor Reisen in bestimmte Regionen eines Landes gewarnt.

Deutsche, die in diesem Land oder dieser Region leben, werden gegebenenfalls zur Ausreise aufgefordert. Für den Fall einer Reisewarnung können Urlauber in der Regel kostenfrei stornieren. Das gilt für Buchungen nach deutschem Recht. Für Buchungen bei einem ausländischen Anbieter kann dagegen das Recht des dortigen Landes gelten.

Luxemburg ebenfalls Risikogebiet

Zuvor hatte das Robert Koch-Institut die drei Regionen bereits als Corona-Risikogebiete gelistet. Auf der Liste steht in der EU auch Luxemburg. Für Reiserückkehrer aus offiziell eingestuften Risikogebieten soll in der kommenden Woche eine Coronatestpflicht kommen. Die saarländische Gesundheitsministerin hat sich unterdessen gegen verpflichtende Coronatests an der Grenze zum saarländischen Nachbarn Luxemburg ausgesprochen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 31.07.2020 berichtet.

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