Eine Prostituierte wartet auf ihrem Zimmer in einem Bordell auf Kundschaft. (Foto: picture alliance/Andreas Arnold/dpa)

Beratungsstelle sieht Vorteile durch Prostituierten-Schutzgesetz

  13.10.2020 | 15:40 Uhr

Drei Jahre nach dem Inkrafttreten des Prostituiertenschutzgesetzes weist die Saarbrücker Beratungsstelle Aldona e.V. auf die positiven Auswirkungen des Gesetzes hin. Ob dadurch auch die Zwangsprostitution eingedämmt werden konnte, ist allerdings noch unklar.

Die Saarbrücker Prostituierten-Beratungsstelle Aldona e.V. sieht drei Jahre nach der Einführung des Prostituiertenschutzgesetzes Vorteile für die Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter.

Wie der Verein dem SR mitteilte, hätten die Prostituierten durch die Anmeldepflicht einen Nachweis, wie lange sie ihrer Tätigkeit in Deutschland nachgehen. Dadurch erhielten sie bei Bedarf Sozialleistungen: Während der Corona-Pandemie könnten sie beispielsweise Grundsicherung beantragen. Zudem müssten Bordelle durch das Gesetz jetzt Schutzvorkehrungen für die Frauen treffen.

Auswertung im Jahr 2022

Ob durch das Prostituiertenschutzgesetz die Zwangsprostitution eingedämmt wurde, sei bislang unklar. 2022 sollen die Auswirkungen des Gesetzes ausgewertet werden. Um die Situation der Prostituierten zu verbessern, spricht sich Aldona dafür aus, Umstiegsprojekte für interessierte Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter staatlich zu finanzieren.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 13.10.2020 berichtet.

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