Kinder lassen im Herbst auf einer Wiese Drachen steigen. (Foto: picture-alliance/ dpa | Patrick Pleul)

Wo im Saarland die Drachen am besten steigen

  13.11.2022 | 17:20 Uhr

In diesen Tagen sieht man sie auf zahlreichen Wiesen: Kinder und Erwachsene, die Drachen in den unterschiedlichsten Formen und Farben steigen lassen. Aber welcher Drachen ist der richtige, wenn man in dieses Hobby einsteigen will? Und wo lässt man ihn am besten fliegen? Wir geben Tipps.

Herbstzeit ist Drachenzeit – obwohl es eigentlich das ganze Jahr über möglich ist, das Schauspiel am Himmel zu veranstalten. „Prinzipiell geht es nicht, wenn es zu warm ist, dann herrscht wenig Wind. Und wenn es regnet“, sagt Drachenbauer Christoph Schäfer aus Völklingen. 15 bis 20 Stundenkilometer Windstärke seien für Einsteiger gut geeignet. Spezielle Wind-Apps können hier vorab Auskunft geben.

Schäfer ist leidenschaftlicher Drachenflieger, Mitglied im Drachenclub Paderborn und regelmäßig auf Drachenfesten unterwegs, wenn die nicht gerade wegen einer Pandemie abgesagt werden. Er hat auch selbst schon ein solches Fest organisiert, in Idar-Oberstein.

Fliegende Mainzelmännchen (Foto: Christoph Schäfer)
Fliegende Mainzelmännchen

Welcher Drachen soll es sein?

Prinzipiell reicht ein Drachen aus dem normalen Spielzeugladen. „Man muss aufpassen, dass die Drachen etwas robuster gebaut sind“, sagt Schäfer. Das günstige Sonderangebot sollte es also nicht gerade sein. „Der Drachen für zehn Euro wird nicht lange halten.“

Für Kinder eignet sich ein Standdrachen, auch Einleiner genannt. Hier starten die Preise für gute Drachen bei etwa 25 Euro, können aber auch bis 70 Euro für höherwertige Modelle gehen. Für kleine Kinder besonders gut geeignet: der ganz klassische Drachen in Rautenform, Insider sprechen vom Eddy-Drachen.

„Der ist gut händelbar, weil er eine relativ einfache Waage hat“, so Schäfer. Auch Flachdrachen, etwa in Pentagramm-Form eignen sich für Kinder gut.

Drachen am Himmel (Foto: Christoph Schäfer)
Drachen am Himmel

Daneben gibt es Lenkdrachen. Gute Modelle sind hier ab 30 Euro zu haben, bei speziellen Größen und Formen kann ein Lenkdrachen aber auch schon mal über 100 Euro kosten.

Hier kann man Drachen steigen lassen

Und wohin nun mit dem gekauften – oder vielleicht auch selbst gebastelten – Drachen? „Prinzipiell geht jede Wiese, die frei von Hindernissen ist“, sagt Schäfer. Das heißt: keine Bäume, Strommasten, Windräder oder Flughäfen in der Nähe. Hier einige gut geeignete Plätze, die der Drachenbauer empfiehlt:

  • In Völklingen-Wehrden, am Wasserturm an der Hangstraße. Dort ist auch der Drachenclub Nepomuk zuhause.
  • Auf dem Oberfelsberg und rund um die ehemalige Sendehalle von Europe 1, ganz in der Nähe auch Wiesen bei Überherrn und Wallerfangen
  • Im Bereich Losheim, dort gibt es mehrere Wiesen
  • An der Skulpturenstraße „Steine an der Grenze“ entlang der deutsch-französischen Grenze, im Bereich Merzig-Wellingen
  • Hohe Wiesen im Ottweiler Stadtteil Mainzweiler
  • Bliesbrück-Reinheim, im Europäischen Kulturpark. Dort fand auch schon ein Drachenfest statt.

Aber Achtung: Viele geeignete Wiesen dienen den Landwirten als Futterwiesen für ihre Tiere. Daher sollte man schauen, ob schon andere Drachenfreunde auf der Wiese unterwegs sind und eventuell den Bauern fragen, ob man die Wiese nutzen kann. Sonst kann es schnell passieren, dass Wiesen fürs Drachensteigen gesperrt werden.

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