Feuerwerk bei "Klassik am See" (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

BUND fordert Feuerwerksverbot

Ute Mühlbauer   30.12.2019 | 07:17 Uhr

Kurz vor dem Jahreswechsel kommt die Debatte über ein Feuerwerksverbot wieder in Gang. Wie zuvor schon die Deutsche Umwelthilfe fordert auch die Saarbrücker BUND-Ortsgruppe ein Ende der Silvesterböllerei in der Landeshauptstadt. Aber es gibt auch deutliche Stimmen dagegen.

Der BUND erklärt, die Explosionen von Knallkörpern könnten bei Tieren Schockzustände auslösen und sie orientierungslos machen. Die Umwelt werde durch Rauch, Feinstaub und mit Schadstoffen belasteten Müll beeinträchtigt.

Video [aktueller bericht, 30.12.2019, Länge: 3:28 Min.]
Diskussion um Silvesterfeuerwerk

Alternative: Licht- und Lasershow

Ende der Silvesterböllerei gefordert
Audio [SR 3, Ute Mühlbauer, 30.12.2019, Länge: 00:50 Min.]
Ende der Silvesterböllerei gefordert

Der BUND fordert die Stadt auf, ähnliche Verbote zu erlassen wie es sie bereits in anderen Städten gebe. Eine Regulierung der privaten Böllerei fordert auch der Halberger Ortsverband der Grünen und verweist auf zahlreiche Unfälle beim privaten Abbrennen von Feuerwerk. Als eine Alternative nennt der Ortsverband eine zentrale Licht- und Lasershow.

Strikt gegen ein Verbot von Feuerwerk in Saarbrücken ist der FDP-Bundestagsabgeordnete Luksic. Es handele sich um eine alte Tradition und die Feinstaubbelastung sei nur kurzfristig erhöht.

Video [aktueller bericht, 30.12.2019, Länge: 1:52 Min.]
Umfrage zur Diskussion um Silvesterfeuerwerk

Nur zugelassenes Feuerwerk nutzen

Gesundheitsministerin Bachmann und Umweltminister Jost raten zu einem vorsichtigen Umgang mit Feuerwerk, um Verletzungen zu vermeiden. Verbraucher sollten nur zugelassenes Feuerwerk mit CE-Zeichen und Registriernummer kaufen und beim Abbrennen genug Sicherheitsabstand halten.

Immer mehr Feuerwerksimporte

Trotz der Diskussionen um Feuerwerksverbote wurden im vergangenen Jahr so viele Feuerwerkskörper importiert, wie noch nie. Nach Angaben des statistischen Bundesamts wurden rund 47.400 Tonnen im Wert von 121 Millionen Euro nach Deutschland eingeführt. Das sind fast elf Prozent mehr als 2017 und fast 50 Prozent mehr als 1999. 

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 30.12.2019 berichtet.

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