Drohnenflug über Dillinger Hütte (Foto: SR)

Schwarzer Staub: Hütte will sich mit Anwohnern einigen

Simin Sadeghi / Onlinefassung Michael Schmitt   24.08.2018 | 12:59 Uhr

Die Dillinger Hütte will sich mit Anwohnern von Diefflen, Roden und Fraulautern einigen, denen ein finanzieller Schaden durch den schwarzen Staub aus dem Hochofen entstanden ist. Insgesamt sind mehr als 150 Anwohner betroffen.

Die Betroffenen berichten von Lackschäden an Autos oder Schäden an Photovoltaikanlagen. Die meisten Anwohner können ihren Schaden aber gar nicht beziffern. Sie haben stundenlang ihre Balkone und Terrassen geschrubbt.

Obst und Gemüse voller Staub

Vorfall Dillinger Hütte: Über 150 Anwohner haben Schäden gemeldet
Audio [SR 3, Simin Sadeghi, 24.08.2018, Länge: 02:56 Min.]
Vorfall Dillinger Hütte: Über 150 Anwohner haben Schäden gemeldet

Bei einigen Anwohnern sind im Garten Himbeeren, Erdbeeren, Salat und Tomaten oder anderes Obst und Gemüse reif genug, um geerntet zu werden. Doch da sich der schwarze Staub in alle Poren der Früchte gesetzt hat, wollen die Besitzer sie nicht mehr essen.

Anfang August war es mehrfach zu schwarzen Rauchwolken über einem der Hochöfen gekommen. Die Dillinger Hütte und auch das Umweltministerium teilten mit, bisher gebe es kein Grund zur Sorge. Der Ruß sei unbedenklich. Trotzdem sind die Anwohner verunsichert.

Ministerium hat Proben genommen

Nach Angaben des Umweltministeriums wurden Proben genommen, um festzustellen, welche Stoffe mit der Asche in die Gärten der Anwohner getragen wurden. Unter anderem werde nach PCB, dem ebenfalls krebserregenden Stoff PAK und auch nach Schwermetallen gesucht.

Über dieses Thema wurde auch in der Region am Mittag vom 24.08.2018 berichtet.

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