Schüler vor Greenscreen im MakerSpace. (Foto: SR / Felix Schneider)

Das digitale Klassenzimmer – Raum der Wünsche?

Felix Schneider / Onlinefassung: Maureen Welter   14.01.2022 | 17:57 Uhr

Während manche Schulen sich noch mit Overheadprojektern herumschlagen müssen, ist die Gemeinschaftsschule Freisen mit Macs, Greenscreen und 3D-Drucker ausgestattet. Das Geld dafür kommt vom Digitalpaket des Bundes - und floss in den neuen MakerSpace.

Ein Raum, vollgestopft mit moderner Technik. Kein Kabelsalat, alles ist per Wlan und AirDrop verbunden. So kann der digitale Unterricht direkt starten, ohne erst HDMI-Kabel anzuschließen oder Dateien minutenlang von einem Rechner auf den anderen zu schaufeln.

Video [aktueller bericht, 14.01.2022, Länge: 3:29 Min.]
Raum für digitalen Unterricht an der Gemeinschaftsschule in Freisen

Genutzt wird diese Technik nicht in einem neuen Start-up, sondern an der Gemeinschaftsschule Freisen. Hier können schon Zehnjährige spielend programmieren lernen und Roboter basteln.

Schülerinnen und Schüler basteln im MakerSpace an Lego-Robotern. (Foto: SR / Felix Schneider)
Schülerinnen und Schüler basteln im MakerSpace an Lego-Robotern.

Armin Albers leitet die Lego-Robotik-AG schon seit vielen Jahren. Der MakerSpace bietet ihm und den Schülerinnen und Schülern neue Möglichkeiten: "Die großen Tische ermöglichen überschaubares Arbeiten in Kleingruppen. Mit den neuen Macs können die Kinder programmieren lernen und so Informatik und Technik verbinden. Das ist eine großartige Sache!"

Per Greenscreen in andere Welten beamen

Besonders beliebt im neuen MakerSpace ist der Greenscreen: Eine riesige, quietschgrün gestrichene Wand, mit der sich dank guter Beleuchtung und App die Schülerinnen und Schüler in jede beliebige Szene beamen können. Französisch lernen im Schreibwarengeschäft oder Wetterphänomene beschreiben als Nachrichten-Reporterin, all das ist möglich.

Französischlehrerin Jessica Klaiber weiß das sehr zu schätzen: „Gerade bei Dialogen ist es natürlich ein riesiger Vorteil, denn wir haben ja hier nicht direkt die Möglichkeit mal eben schnell ins Ausland zu reisen und authentische Situationen darzustellen. Und da kann man hier im MakerSpace ganz einfach bei Einkaufsdialogen den Hintergrund wählen, der zum entsprechenden Dialog passt.“

Viel Vorbereitung und bürokratischer Aufwand

Für den Macher-Raum hat der Schulleiter Marc André Müller einiges an bürokratischer Vorarbeit auf sich genommen. Damit die rund 100.000 Euro aus dem Digitalpakt des Bundes fließen konnten, musste die Schule ein ausführliches Medienkonzept vorlegen, wie der Schulleiter der Gemeinschaftsschule Freisen erklärt:

„Es gibt Mindestanforderungen für das Medienkonzept. Es muss zum Beispiel eine Bestandsaufnahme gemacht werden, wie die aktuelle digitale Ausstattung der Schule aussieht, wo man hinmöchte und was man dann auch mit der Ausstattung inhaltlich und methodisch umsetzen möchte.“

Das Kollegium war seit 2018 bei der Planung mit im Boot und konnte Vorstellungen und Anforderungen mit einbringen.

3D-Drucker, Virtual Reality-Brillen, Hörspielproduktionen

Für die Zukunft hat die Schule noch viel vor: Modelle für den 3D-Drucker erstellen, Virtual Reality-Brillen und ein Tonstudio für Hörspiele. Der MakerSpace als Raum der 1000 Möglichkeiten für einen innovativen Unterricht.

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