Lehrerin hilft Schülern bei einer Aufgabe (Foto: picture alliance/imageBROKER/Uwe Umstätter)

Diakonie zieht sich aus Nachmittagsbetreuung zurück

  07.11.2019 | 15:28 Uhr

Das Diakonische Werk an der Saar zieht sich ab dem kommenden Schuljahr aus der Nachmittagsbetreuung an neun Freiwilligen Ganztagsschulen zurück. Diakonie-Geschäftsführer Udo Blank sagte der Saarbrücker Zeitung, ausschlaggebend seien wirtschaftliche Gründe.

Der Chef des evangelischen Wohlfahrtsverbandes sagte, das jährliche Minus bei der Betreuung an den Schulen betrage etwa 200.000 Euro. Er kritisierte, die Förderbedingungen seitens des Staates seien schlecht.

Nach Blanks Angaben sind von der Entscheidung folgende Schulen betroffen: die Gymnasien in Sulzbach und Ottweiler, die Gemeinschaftsschulen in Sulzbach, Ottweiler, Quierschied, Saarbrücken-Dudweiler und Saarbrücken Rastbachtal sowie die Grundschulen Saarbrücken-Wallenbaum und Ottweiler-Neumünster.

Video [aktueller bericht, 07.11.2019, ab Minute: 16:35]
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Ministerium sucht Nachfolger

Dort arbeiteten insgesamt 50 Erzieherinnen und angelernte Helfer für die Diakonie. Man bemühe sich, diese Kräfte entweder an die nachfolgenden Träger zu vermitteln oder im eigenen Haus unterzubringen. Die Landeselternvertretung an Gymnasien bezeichnete den Schritt der Diakonie dem Bericht zufolge als "Schlag ins Gesicht der Familien".

Laut Bildungministerium soll es für die betroffenen Schulen durch den angekündigten Rückzug des Diakonischen Werkes keine Auswirkungen auf die Ganztagsbetreuung geben. Man suche nach neuen Anbietern, es gebe bereits Interesse von erfahrenen Trägern. Daher geht das Ministerium davon aus, dass die Betreuung sowohl im laufenden als auch in den kommenden Schuljahren gesichert ist.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 07.11.2019 berichtet.

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