Am Samstag haben rund 700 Kurden in Saarbrücken demonstriert (Foto: SR/Nils Crauser)

Kurden demonstrieren gegen Militäroffensive

mit Informationen der dpa   12.10.2019 | 18:10 Uhr

Rund 700 Kurden haben am Samstag in der Innenstadt von Saarbrücken gegen die türkische Militäroffensive in Nordsyrien demonstriert. Die Stimmung sei friedlich gewesen, berichtete die Polizei. Am Freitagabend hingegen musste die Polizei bei einer ungeplanten kurdischen Demonstration eingreifen.

Sie hatte Teilnehmer davor gewarnt, Symbole der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK oder Bilder des Anführers Abdullah Öcalan zu zeigen. Diese Anweisungen seien befolgt worden. Die am Mittwoch begonnene türkische Militäroffensive richtet sich gegen die kurdische YPG-Miliz, die auf syrischer Seite der Grenze ein großes Gebiet kontrolliert.

Am vierten Tag der Offensive im Nordosten Syriens drangen türkische Truppen am Samstag in den strategisch wichtigen Grenzort Ras al-Ain ein. Größere Demonstrationen hatte es am Samstag auch in Köln und Frankfurt gegeben.

Polizeieinsatz am Freitagabend

Am Freitagabend verlief eine angemeldete Kundgebung des Kurdischen Kulturzentrums nach Polizeiangaben störungsfrei. Aber im Anschluss daran setzte sich eine Gruppe von rund 75 hoch emotionalisierten Angehörigen der kurdischen Gruppierungen entgegen aller Absprachen in Richtung Bahnhofstraße in Bewegung.

Die Einsatzkräfte sorgten mithilfe einer Absperrung dafür, Gefahren für Anwohner, Passanten und den Straßenverkehr zu vermeiden. Die Gruppe wurde unter Kontrolle gebracht und zurück zur Europagalerie begleitet. Teilweise mussten die Polizisten ihre Maßnahmen auch unter Anwendung von Zwang durchsetzen. Verletzt wurde dabei allerdings niemand.

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