Eine Bedienung trägt in einer Kneipe ein Tablett mit Getränken. (Foto: dpa)

Dehoga will Meisterbrief für Gastwirte

  15.09.2018 | 08:31 Uhr

Ein eigenes Restaurant eröffnen - davon träumen viele. Und tatsächlich kann auch jeder, der es sich selbst zutraut, einen gastronomischen Betrieb eröffnen. Eine besondere Ausbildung braucht es nicht. Ein Zustand, den der saarländische Hotel- und Gaststättenverband Dehoga gerne ändern möchte.

"Mit einem unauffälligen polizeilichen Führungszeugnis und einer steuerlichen Unbedenklichkeit ist man im Prinzip dabei", sagt Frank C. Hohrath, der Hauptgeschäftsführer des Dehoga Saarland. "Jeder kann Wirt werden. Jeder Hinz und Kunz kann ein Restaurant eröffnen." Im Gegensatz zu anderen Handwerksbetrieben und Branchen braucht man keinen Meisterbrief. Die Folgen seien fatal, so Hohrath. Rund ein Drittel der Gründer im Gastgewerbe scheitern Dehoga-Angaben zufolge innerhalb der ersten drei Jahre seit der Neugründung.

Kenntnisse in wichtigen Bereichen

Der Dehoga fordert deshalb einen "Befähigungsnachweis" für diejenigen, die keinen gastgewerblichen Beruf erlernt haben. Damit könne auch sichergestellt werden, dass die Gründer Kenntnisse in wichtigen Themenbereichen haben. Als Beispiel nennt der Dehoga Jugendschutz, Brandschutz, Allergenkennzeichnung sowie betriebswirtschafliche und rechtliche Grundkenntnisse.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 15.09.2018 berichtet.

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