Autobahnschild zum Corona-Abstrichzentrum in Saarbrücken (Foto: Sebastian Knöbber/SR)

Zahl der Corona-Testzentren wird halbiert

  17.04.2020 | 13:04 Uhr

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Saarland sinkt. Darum sind auch weniger Teststationen nötig, sagt die Kassenärztliche Vereinigung, und kündigt die Schließung von drei Stellen an.

Von den ursprünglich sechs Teststellen für Corona-Abstriche werden ab Montag die Standorte Merzig, Homburg und St. Wendel nicht mehr betrieben, teilte die KV mit. Am Wochenende bleibe weiterhin nur der Standort Saarbrücken geöffnet, und zwar genau wie werktags von 10.00 bis 14.00 Uhr. Weiter betrieben werden auch die Teststellen auf dem Fordgelände in Saarlouis und in der Eventhalle "Große Werkstatt" in Landsweiler-Reden.

Die Hälfte der saarländischen Corona-Testzentren wird geschlossen
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 17.04.2020, Länge: 01:02 Min.]
Die Hälfte der saarländischen Corona-Testzentren wird geschlossen

Dr. Joachim Meiser: "Passgenaues Angebot für die Bevölkerung"
Audio [SR 3, Interview: Renate Wanninger / Joachim Meiser, 17.04.2020, Länge: 03:57 Min.]
Dr. Joachim Meiser: "Passgenaues Angebot für die Bevölkerung"

Außerdem kündigte die KV an, dass sechs Corona-Praxen eröffnet werden sollen, die neben der Betreuung von Infekt-Patienten auch Abstriche vornehmen können. Ab Montag soll auch ein Corona-mobil-Team zur Verfügung stehen, um Haus- und Heimbesuche in schwierigen Situationen zu übernehmen.

Die Zahl der Fälle sei seit vergangener Woche zurückgegangen, sagte Joachim Meiser, Vorstand der KV, im SR-Gespräch: von anfangs 600 auf jetzt unter 200. Da müsse man nun auch knappe Ressourcen, etwa die Schutzkleidung anders einsetzen.

"Corona-Call" unter 116117

Die verbliebenen drei Testzentren könnten bis zu 2000 Tests am Tag durchführen. Steigt der Bedarf, könne man auch wieder problemlos die Kapazitäten hochfahren, so Meiser. Das gilt vor allem auch für die immer wieder diskutierten Flächentests, also Abstriche auch bei Menschen, die keine Symptome von Covid-19 zeigen. Dies sei aber eine politische Entscheidung. Dafür müsse die Kostenfrage geklärt werden.

Die KV wies außerdem darauf hin, dass Patienten sich über einen "Corona-Call" unter der Telefonnummer 116117 an Ärzte wenden könnten, die über das Telefon Beratung anbieten und nach Möglichkeit Probleme schnell lösen.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 17.04.2020 berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja