Landgericht Saarbrücken (Foto: SR)

Neun Monate Haft für Corona-Subventionsbetrug

Gabor Filipp / Onlinefassung: Axel Wagner   29.01.2021 | 13:18 Uhr

Das Landgericht Saarbrücken hat einen Geschäftsmann wegen Corona-Subventionsbetruges zu einer Freiheitsstrafe von neun Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt. Er hatte für seine Briefkastenfirma Soforthilfe beantragt.

Neben der Haftstrafe verhängte das Gericht auch eine Geldbuße über 9000 Euro. Um diese Summe hatte der 48-jährige Saarländer im letzten Frühjahr das bayerische Wirtschaftsministerium betrogen, indem er für seine Münchner Firma eine Soforthilfe beantragte und auch erhielt.

Angeklagter ist vorbestraft

Neun Monate Haft für Corona-Subventionsbetrug
Audio [SR 3, Gabor Filipp, 29.01.2021, Länge: 00:53 Min.]
Neun Monate Haft für Corona-Subventionsbetrug

Angeblich war die Firma durch die Pandemie in einen Liquiditätsengpass geraten. Es handelte sich jedoch um eine Briefkastenfirma ohne erkennbare Geschäftstätigkeit.

Der Angeklagte ist vorbestraft, war voll geständig und verbleibt in der JVA, wo er schon seit Oktober in Untersuchungshaft einsaß.

Bis zum Jahreswechsel waren im Saarland über 200 Strafverfahren wegen Corona-Subventionsbetrug eingeleitet worden.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 29.01.2021 berichtet.

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