Blick auf einen Innenhof in der JVA Saarbrücken (Foto: BeckerBredel)

Wenige Corona-Fälle in Gefängnissen

Thomas Gerber   20.11.2020 | 17:01 Uhr

Die umfangreichen Corona-Schutzmaßnahmen in den beiden Justizvollzugsanstalten Saarbrücken und Ottweiler haben sich offenbar bewährt. Wie das Justizministerium dem SR auf Anfrage mitteilte, sind von den 550 Gefangenen in Saarbrücken aktuell lediglich drei mit dem Virus infiziert und isoliert untergebracht.

Unter den rund 180 Häftlingen in Ottweiler gebe es derzeit keinen einzigen Fall. Um größere Ausbrüche zu verhindern, würden sämtliche Neuzugänge zunächst mit einem Antigen-Schnelltest untersucht und dann in einer Quarantäneabteilung untergebracht

Maskenpflicht in JVA

Nach neun bis elf Tagen werde dann ein sogenannter PCR-Test durchgeführt. Erst wenn der negativ ausfalle, würden die Gefangenen in den Regelvollzug verlegt. In beiden Justizvollzugsanstalten herrsche sowohl für die Häftlinge als auch die Bediensteten Maskenpflicht. Bei Neuzugängen und auf der Quarantänestation trage das Personal zudem Schutzkleidung.

Da viele Gefangene etwa durch eine frühere Drogenabhängigkeit besonders gefährdet (vulnerabel) seien, würden alle Maßnahmen zum Infektionsschutz eng mit den jeweiligen Gesundheitsämtern abgestimmt.

Unter den Bediensteten der beiden Justizvollzugsanstalten gab es laut Ministerium seit Beginn der Pandemie 16 positive Coronatests, 15 davon in Saarbrücken.

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