Spielzeug, im Hintergrund ein Kleinkind (Foto: picture alliance/Rolf Vennenbernd/dpa)

Nicht genügend Aushilfskräfte in Kitas

mit Informationen von Julia Berdin   22.06.2020 | 19:20 Uhr

Die Einstellung von Unterstützungskräften in saarländischen Kindertagesstätten zur Abfederung der Corona-Krise läuft derzeit schleppend. Der größte Träger im Land, die Kita gGmbH, wünscht sich darum weniger bürokratische Hürden.

Insgesamt 64 Unterstützungskräfte hat die katholische Kita gGmbH im Saarland für ihre Einrichtungen bislang gewinnen können. Durch den Ausfall von zur Risikogruppe gehörenden Fachkräften während der Corona-Pandemie sei der Bedarf aber etwa viermal höher.

Weiterhin unklare Zukunft für die Kitas (22.06.2020)
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 22.06.2020, Länge: 02:51 Min.]
Weiterhin unklare Zukunft für die Kitas (22.06.2020)

Vor allem die medizinischen Untersuchungen seien eine Hürde bei der Einstellung, sagt Bianca Spindler, verantwortlich für die St. Wendeler Kitas der Gruppe. "Oft dauern diese Prozesse sehr lange. Da hatten wir kürzlich auch Hürden, was die Hausärzte betrifft, die sagen: Wir behandeln vorranging andere Patienten. Die Untersuchungen rücken dann sehr in den Hintergrund, was es uns sehr erschwert hat, diese Kräfte einzustellen."

Nachwuchs- und externe Kräfte

Eingestellt wurden bislang beispielsweise Berufspraktikanten und angehende Kinderpflegerinnen. Sie sind aktuell von der Schulpflicht befreit. Hinzu kommen externe Kräfte, etwa Studierende.

Für die Rückkehr zum Normalbetrieb hofft der Träger auf schnelle Information. Um den Normalbetrieb vorzubereiten, sei ein Vorlauf von mindestens zwei Wochen nötig.

Über dieses Thema hat auch der aktuelle bericht im SR Fernsehen am 22.06.2020 berichtet.

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