Ein leerer Kindergarten (Foto: picture alliance/Julian Stratenschulte/dpa)

Notbetreuung im Saarland soll ausgeweitet werden

  26.04.2020 | 18:52 Uhr

Der Kreis der Eltern, die für ihre Kinder einen Notbetreuungsplatz beanspruchen können, soll nach den Osterferien ausgeweitet werden. Zudem soll nach Plänen von Bildungsministerin Streichert-Clivot das Land für den Mai die Elternbeiträge für Kitas und Freiwillige Ganztagsschulen übernehmen.

Wichtigstes Kriterium für einen Anspruch auf Notbetreuung ist laut Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (SPD), dass der Bedarf nachvollziehbar begründet werde. Alleinerziehende hätten unabhängig davon, ob sie berufstätig sind, einen Anspruch, sofern keine anderweitige Betreuung möglich sei. Eine Einschränkung lieferte die Bildungsministerin aber gleich mit: "Dies gilt immer im Rahmen der Kapazitäten, die wir jetzt ausbauen."

Auch berufstätige Eltern, die über keine Betreuungsalternative für ihre Kinder verfügen, sollten einen Notbetreuungsplatz bekommen, so die Ministerin. Außerdem soll das Angebot besonders Kindern und Jugendlichen zugänglich sein, für die die Jugendhilfe oder die Einrichtungsleitungen der Kitas und Schulen eine Teilnahme an der Notbetreuung empfehlen.

Land soll Gebühren übernehmen

Die Ministerin kündigte an, eine entsprechende Vorlage am kommenden Dienstag in den Ministerrat einzubringen, wo sie beschlossen werden solle. Um Familien mit betreuungsbedürftigen Kindern auch finanziell zu entlasten, sollten nach dem Willen Streichert-Clivots zudem auch die Elternbeiträge für Kitas und Freiwilligen Ganztagsschulen für Mai vom Land übernommen werden.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 26.04.2020 berichtet.

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