Bildmontage: Saarlandkarte vor einer Laborangestellten mit Teströhrchen in der Hand (Foto: picture alliance/Eibner-Pressefoto | Weber/Eibner-Pressefoto)

Zahl der Neuinfektionen nur noch leicht gestiegen

  29.03.2022 | 15:03 Uhr

Die Neuinfektionen mit dem Coronavirus haben im Saarland in der vergangenen Woche einen neuen Höchststand erreicht. Im Vergleich zur Vorwoche gab es aber nur noch ein kleines Plus. Die Zahl der Coronapatienten ist leicht gesunken.

In der vergangenen Woche hat das Robert Koch-Institut im Saarland insgesamt 22.498 Corona-Neuinfektionen verzeichnet. Das sind 1,68 Prozent mehr als in der Woche zuvor.

Der Anstieg der Coronainfektionen hat sich damit deutlich verlangsamt. In der Vorwoche lag er noch bei rund 17 Prozent, Mitte März sogar bei über 30 Prozent.

Anstieg in allen Altersgruppen

Dieser Trend zeigt sich auch beim Blick auf die unterschiedlichen Altersgruppen. Zwar sind in fast allen die Fallzahlen gestiegen, allerdings deutlich geringer als zuvor. Bei den 20- bis 29-Jährigen und den 70- bis 79-Jährigen zeigt sich sogar ein Rückgang.

Leichter Rückgang bei Coronapatienten, weniger Tote

Zuletzt mussten die saarländischen Krankenhäuser wieder planbare Operationen verschieben. Grund dafür war unter anderem die steigende Zahl an Coronapatienten, aber auch der hohe Krankenstand beim Personal.

In der vergangenen Woche ist die Zahl der Coronapatienten wieder gesunken - wenn auch nur leicht. Auf den Normalstationen waren rund 1,6 Prozent weniger Coronapatienten als in der Vorwoche, auf den Intensivstationen rund 7,7 Prozent.

Insgesamt war ein großer Teil der Coronapatienten in saarländischen Krankenhäusern in den vergangenen Wochen mit und nicht wegen einer Coronainfektion in Behandlung. Das geht aus einem Bericht an das Gesundheitsministerium hervor.

Gleichzeitig gab es im Wochenvergleich auch weniger Todesfälle. In der vergangenen Woche wurden 27 Sterbefälle im Zusammenhang mit einer Coronainfektion gemeldet. Eine Woche zuvor waren es noch 38.

Zahl der Impfungen sinkt weiter

Bei den Impfungen setzt sich der Abwärtstrend der letzten Wochen weiter fort. Insgesamt wurden im Saarland vom 21. bis 27. März knapp 4000 Impfungen verabreicht - rund 70 Prozent davon Boosterimpfungen. Eine Erstimpfung erhielten nur 315 Personen im Saarland.

Insgesamt gibt es bei der Impfquote in den saarländischen Gemeinden große Unterschiede. Zum Jahresende 2021 war die Impfquote in den städtischen Ballungsräumen deutlich geringer als auf dem Land.

Mehrheit der Kommunen weiter über 2000er-Inzidenz

Die Zahl der Coronainfektionen ist in der vergangenen Woche in der Hälfte der Gemeinden gesunken. Trotzdem hat die Mehrzahl erneut Inzidenzen über einem Wert von 2000. Acht Gemeinden liegen sogar über einer Inzidenz von 3000.

Spitzenreiter sind Freisen und Oberthal. Während in Freisen die Inzidenz in der letzten Woche gesunken ist, verzeichnet Oberthal mit einem Plus von rund 45 Prozent den höchsten Anstieg im Saarland.

Bei den Landkreisen gab es den stärksten Anstieg im Saarpfalz-Kreis. Aktuelle Ergebnisse aus den Gemeinden liegen derzeit allerdings nicht vor. Der Landkreis kann sie aus Kapazitätsgründen derzeit nicht zur Verfügung stellen.

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