Bildmontage: Saarlandkarte vor einer Laborangestellten mit Teströhrchen in der Hand (Foto: picture alliance/Eibner-Pressefoto | Weber/Eibner-Pressefoto)

So viele Neuinfektionen in einer Woche wie noch nie

  15.03.2022 | 09:57 Uhr

Kurz vor dem geplanten Ende aller tiefgreifenden Corona-Beschränkungen sind die Infektionszahlen im Saarland deutlich gestiegen. Mit beinahe 19.000 neuen Coronafällen wurden vergangene Woche so viele Neuinfektionen wie noch nie innerhalb einer Woche verzeichnet.

Am 20. März sollen bundesweit alle Corona-Beschränkungen bis auf den sogenannten Basis-Schutz fallen. In der Saar-Groko gibt es unterschiedliche Meinungen darüber, ob das im Saarland auch genauso umgesetzt werden soll, oder ob 3G und Maskenpflicht besser verlängert werden.

Die Corona-Zahlen haben vor den geplanten Lockerungen jedenfalls neue Höchststände erreicht. Das Robert Koch-Institut meldete in der vergangenen Woche 18.951 neue Coronafälle im Saarland. Das sind rund 33 Prozent mehr als eine Woche zuvor, als es bereits einen Anstieg um 20 Prozent gab.

Die Sicht der Hausärzte auf die Corona-Situation
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 15.03.2022, Länge: 02:30 Min.]
Die Sicht der Hausärzte auf die Corona-Situation

Anstieg in allen Altersgruppen

Die Fallzahlen haben sich in allen Altersgruppen erhöhte, teilweise deutlich. Den größten Anstieg gab es bei den mittleren Jahrgängen, aber auch bei den besonders gefährdeten Menschen über 70 machten die Zahlen einen Sprung.

Viele Kommunen mit Inzidenz über 2000

In nahezu allen saarländischen Kommunen, von den Zahlen bekanntgegeben werden, ist die Sieben-Tage-Inzidenz gestiegen. Einzige Ausnahme: Ottweiler.
In mehr als vierzig Prozent der Gemeinden lag die Inzidenz zudem über 2000.

Mehr Patienten mit Corona

Auch in den saarländischen Kliniken hat sich der Anstieg der Fallzahlen bemerkbar gemacht. Im Wochenvergleich ist die Zahl der positiv auf Corona getesten Patienten auf Normalstation um 25 Prozent, auf den Intensivstationen um 32 Prozent gestiegen.

Nach einem Monitoringbericht für das Gesundheitsministerium ist die Mehrzahl der in den vergangenen Wochen in den saarländischen Kliniken behandelten Covid-Patienten allerdings wegen einer anderen Erkrankung aufgenommen worden. Das gelte für die Normal- wie für die Intensivstationen.

Eine Überlastung der Krankenhäuser sei bei den Zahlen nicht zu befürchten.

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