Bildmontage: Saarlandkarte vor einer Laborangestellten mit Teströhrchen in der Hand (Foto: picture alliance/Eibner-Pressefoto | Weber/Eibner-Pressefoto)

Fallzahlen um 60 Prozent gestiegen

  23.08.2021 | 13:05 Uhr

In der vergangenen Woche hat sich der Anstieg bei den Corona-Neuinfektionen im Saarland noch einmal deutlich beschleunigt. Mehrere Gemeinden haben eine dreistellige Sieben-Tage-Inzidenz.

In der Woche zwischen dem 16. und dem 22. August 2021 haben die saarländischen Behörden 638 neue Corona-Infektionen gemeldet. Mit einem Plus von 60 Prozent ist das noch einmal ein deutlicher Sprung gegenüber der Vorwoche, als die Zahlen um knapp 20 Prozent gestiegen waren.

Bei der Sieben-Tage-Inzidenz gab es zwei auffällige Ausschläge nach oben: In Oberthal und in Weiskirchen überschritt die Sieben-Tage-Inzidenz jeweils den Wert von 200. Weil es sich um kleine Gemeinden handelt, war aber bereits eine relativ geringe Zahl an Neuinfektion (14 bzw. 15) ausschlaggebend. In beiden Fällen ist der Anstieg auf ein Infektionscluster in Familien zurückzuführen.

Der Leiter des Landeskompetenzzentrums für Infektionsepidemiologie, Prof. Sören Becker, hatte vergangene Woche angesichts sprunghaft gestiegener Zahlen unter anderem Reiserückkehrer sowie die höhere Übertragbarkeit der Delta-Variante als Gründe für die Zunahme an Fällen angegeben.

Insgesamt verfestigte sich der Trend, dass es in größeren Städten wie Saarbrücken, Homburg und Völklingen vergleichsweise hohe Zahlen an Neuinfektionen gibt. Nur noch vier Gemeinden meldeten gar keine Corona-Neuinfektion. Ende Juni waren noch fast zwei Drittel der saarländischen Gemeinden coronafrei.

Bei den Altersgruppen sind weiterhin die Jüngeren deutlich stärker von Neuinfektionen betroffen, vor allem die unter 30-Jährigen. Bei den 10- bis 19-Jährigen hat sich die Fallzahl im Vergleich zur Vorwoche mehr als verdoppelt (von 66 auf 141).

Bei den über 60-Jährigen gab es insgesamt 34 Fälle. Die einzige Gruppe, bei der die Fallzahlen gesunken sind, sind die über 80-Jährigen (von 6 auf 4).


INZIDENZWERT RICHTIG EINORDNEN

In unserer interaktiven Karte haben wir uns bei der Berechnung der Inzidenz an der Berechnungsweise des RKI für die Landkreise und für internationale Vergleiche orientiert. Die Fallzahlen werden dabei auf einen Wert pro 100.000 Einwohner umgerechnet und sind somit untereinander vergleichbar.

Die meisten Gemeinden im Saarland haben zwischen 10.000 und 20.000 Einwohner - der Inzidenzwert ist dort also rund fünf bis zehnmal höher als die tatsächlichen Infektionszahlen. Deshalb geben wir in der interaktiven Karte neben der Inzidenz immer auch die absoluten Fallzahlen an.

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